Schneller als erwartet hat Google seinen
Twitter- und
Facebook-Konkurrenten in Stellung gebracht. Unter dem Namen
Google Buzz wird noch am Dienstagabend deutscher Zeit ein neues Angebot des Suchmaschinen-Riesen gestartet, das es ermöglicht, in Echtzeit mit Freunden über kurze Status-Nachrichten zu kommunizieren – integriert in den E-Mail-Dienst Google Mail.
Roll-Out beginnt
Google Buzz soll im Verlauf der nächsten Tage nach und nach in alle Google-Mail-Konten integriert werden. Praktisch: Wer eine E-Mail-Adresse von Google nutzt, kann automatisch auch Google Buzz nutzen. Eine zusätzliche Anmeldung für den neuen Dienst ist nicht notwendig. Auch das Zusammenstellen einer Freundesliste zu Beginn entfällt. Denn Google Buzz sucht sich automatisch die Statusnachrichten all jener Nutzer, mit denen Google Mail-Nutzer am häufigsten kommunizieren.
Als einen besonderen Vorteil sieht man bei Google die Möglichkeit, Kurznachrichten wahlweise mit der ganzen Welt öffentlich zu teilen, oder private Status-Updates an ausgewählte Personenkreise zu senden. Jeder Buzz-Nutzer hat die Möglichkeit, eigene Gruppen zu erstellen und seine ganz persönlichen Gedanken nur an jene Mitglieder zu schicken, die in den jeweiligen Gruppen gelistet sind. Für die öffentliche Konversation wird jedem Buzz-Nutzer ein Online-Profil zur Verfügung gestellt.
Ein besonderes Augenmerk haben die Buzz-Entwickler auch darauf gelegt, dass möglichst keine Antworten auf Status-Updates verloren gehen. Alle Antworten werden in der Google-Mail-Inbox (auch mit Hilfe eines speziellen Icons) angezeigt und bei Bedarf in Echtzeit aktualisiert, sollten weitere Reaktionen von Freunden eingehen. Es ist nicht notwendig, die Seite neu zu laden.
Auch mobil buzzen
Neben einfachen Nachrichten ist es möglich, Links, Fotos und Videos zu posten. Wer unterwegs ist, kann Google Buzz auch über das Handy nutzen. Wahlweise über die Google-Website oder über eine spezielle App. Außerdem hat Google eine neue Version von Google Maps veröffentlicht, die Google Buzz unterstützt und es erlaubt, Buzz-Einträge anzuschauen, die in der näheren Umgebung abgesetzt wurden. Ein interessantes Feature für all jene, die zum Beispiel gerade auf einem Konzern sind oder sich über das informieren möchten, was gerade in der eigenen Nachbarschaft passiert.
In der ersten Version von Google Buzz ist es noch nicht möglich, eine Verbindung mit Facebook aufzubauen. Nach Angaben der Buzz-Entwickler wird daran aber gearbeitet. Und auch die Verknüpfung mit Twitter ist zu Beginn nur eine Einbahnstraße. Es ist nur möglich, Tweets in den Buzz-Stream zu integrieren. Der umgekehrte Weg funktioniert noch nicht.