Dienstag, den 09.02.2010 13:41

Windows 7 will nicht an Akku-Problemen schuld sein

aus dem Bereich Computer
Seit ein paar Tagen häufen sich Berichte über Warnhinweise von Windows 7, die dem Anwender einen Austausch seines Notebook-Akkus nahelegen. Die Frage ist, wo die Schuld zu suchen ist? Bei Microsoft und seinem neuen Betriebssystem oder bei der Hardware? Den Redmondern zu Folge ist es im aktuellen Fall der Akku beziehungsweise dessen Firmware, die die Meldung provoziert.

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Akku-Austausch?

In einem Thread im Microsoft TechNet Forum berichtet eine Vielzahl von Nutzern von einem Fenster mit dem Hinweis "Consider replacing your battery. There is a problem with your battery, so your computer might shut down suddenly" und zum Teil einem starken Rückgang der Akkuleistung seit der Verwendung von Windows 7. Interessant ist das, weil die Akkus laut den Aussagen der Anwender nicht unbedingt zum alten Eisen gehören. Ein Nutzer habe zum Beispiel mit einem neu bestellten Akku das gleiche Problem wie bei seinem alten Exemplar. Die Foren-Beiträge reichen bis zum Sommer des vergangenen Jahres und somit bis zum Release Candidate von Windows 7 zurück. Unter Windows Vista sei das Problem nicht aufgetreten, die Notebooks der Betroffenen stammen von verschiedensten Herstellern.

Microsoft: Wir lesen nur Daten aus

Windows 7 Akku-Warnmeldung
Der Akku-Warnhinweis. Bild: Microsoft
Dies gibt den Nutzern Anlass, die Schuld beim Betriebssystem zu suchen. In einem Blog-Post bestätigte Microsoft, der Ursache gemeinsam mit den OEM-Herstellern auf den Grund zu gehen. Als Update stellt der Anbieter nun den neuen Eintrag im Windows 7 Engineering Blog bereit, wonach das Unternehmen aktuell nicht davon ausgeht, dass Windows 7 für die Akku-Probleme verantwortlich sei. Das Betriebssystem warne den Nutzer bei ausfallenden Akkus, was erwünscht sei, verbreite aber keine falschen Statusmeldungen. Bei der Abtastung des Akkuzustandes verlässt sich Windows 7 auf die Meldungen der Akku-Firmware, die nur lesbar und nicht veränderbar seien. Daraus errechnet das System dann, um wie viel Prozent die Leistung verglichen mit dem Neuzustand abgenommen hat. Der in Windows 7 eingetragene Grenzwert liegt bei 40 Prozent, ab diesem Punkt erfolgen die Hinweise automatisch. In Vista und XP ist diese Funktion nicht vorhanden, was dazu führe, dass die Nutzer nun denken, das neue OS sei schuld. Microsoft betont, dass in den Fällen, die untersucht wurden, tatsächlich der angemahnte Akku hätte ausgetauscht werden müssen. Die betroffenen Exemplare waren im Schnitt älter als 1,5 Jahre. Im Zusammenhang mit neuen Akkus hat Microsoft offenbar keine Probleme festgestellt.

Die Redmonder wollen den Fall nach eigenen Angaben aber weiter beobachten – auch zusammen mit den PC-Herstellern. Nutzer mit neuer Hardware, die trotzdem einen Warnhinweis erhalten, ruft der Konzern auf, sich zu melden. Die Zeitspanne, in der Akkus eine hundertprozentige Leistung abliefern, ist begrenzt. Nach und nach lässt auch bei den heutigen Modellen die Kapazität nach, weshalb die Garantie häufig kürzer ausfällt als für das eigentliche Notebook.
Saskia Brintrup
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    Zuletzt kommentiert von wayne_757 am 12.02.10 um 08:33 Uhr
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