Wie beim zuletzt von uns
getestetem Dell Notebook Inspiron 15 fällt dem Besitzer des Studio 15 beim Auspacken eine Beilage in die Hände, die nicht mehr überall erwartet werden darf: Neben einer CD mit den installierten Treibern und Tools liegt eine Recovery für das
Betriebssystem Windows 7 Home Premium
64-bit bei. Für alle, die nach einer Systemwiederherstellung nicht von alleine auf die Idee kommen, auf der Dell Website nach den verlorengegangenen Programmen zu suchen, hat der Hersteller extra einen kleinen Flyer dazu gelegt. Auch nach dem ersten Start des Studio 15 wird der Nutzer an die Hand genommen und mit einem automatisch aufpoppenden Handbuch für die ersten Schritte informiert. Beim Thema Software will das
Dell Dock erwähnt werden, das häufig genutzte Programme auf einer Leiste auf dem Desktop sammelt.
Die 800-Euro-Konfiguration
Das neue Innenleben des Studio 15 dreht sich um den Intel PM55 Chipsatz mit einem
Core i5 M520
Prozessor mit 2,4 GHz, der sich bei den
Benchmarks und Tests sehr schnell zeigte (siehe Seite 3). Beim Zippen von JPG-Bildern war die CPU fast so schnell wie der
Intel Core 2 Extreme im Toshiba Qosmio X300 (Test). Beim vier Gigabyte (GB) großen
Arbeitsspeicher hat Dell auch in die oberste Schublade gegriffen und DDR3-RAM herausgeholt (1.333 Megahertz). Die
Festplatte fällt mit 320 GB für ein Multimedia-Gerät fast ein wenig klein aus, für die meisten Nutzer dürfte die Kapazität aber ausreichen. Die angebotene
Grafikkarte, eine ATI Radeon HD 4570 mit 512 Megabyte eigenem Speicher, darf sich nicht mehr mit dem "Neu"-Banner schmücken. Zwar blickt die Karte nicht in Richtung Gamer, für Computerspiele mit niedrigen Details oder Auflösungen reicht sie jedoch noch aus. Die
neuen ATI Chips für Notebooks mit DirectX 11 sind bei Dell für das Studio 15 noch nicht auswählbar. In dieser Zusammensetzung kostet das Gerät etwa 800 Euro.

Das Dell Studio 15 kommt mit glänzender Handballenauflage und ohne Nummernblock.
Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern einzeln anklicken.
Full HD Display
Das 15,6-Zoll-Display beschert eine Full
High Definition (HD) Auflösung von 1.920x1.080 Bildpunkten. Auf den aktuellen Stand der Technik ist auch die LED-Hintergrundbeleuchtung, die gleichmäßiger sowie heller strahlt und auch langlebiger und sparsamer sein soll als bisher übliche Beleuchtungstechnik. Hell ist der Bildschirm in jedem Fall, besonders satt und kontrastreich sind die Farben aber nicht. Zudem kann es aufgrund der glatten Oberfläche in der Nähe von Fenstern oder Lampen zu Spiegelungen kommen.
Die hohe Auflösung und das 16:9 Format erfreut zunächst die Videowiedergabe. Als Einschränkung muss man aber festhalten, dass erstens die HD-Inhalte nur von der Festplatte oder externen Quellen abgespielt werden können, da das Laufwerk keine Blu-rays akzeptiert, und zweitens die Full-HD-Anzeige bei Filmen in unter DVDs rangierender Auflösung und kleinem Abstand zum Bildschirm (wie es bei Notebooks in der Regel der Fall ist) keinen Vorteil bringt. Um ein lebendiges und scharfes Bild wahrzunehmen, muss der Stuhl schon einen Meter nach hinten rutschen. Einen praktischen Nutzen bemerkt der Nutzer ansonsten bei alltäglichen Arbeiten. Zum Beispiel können problemlos zwei Websites oder Office-Dokumente nebeneinander angezeigt werden. Wo 4:3 Bildschirme mit kleinerer Pixelzahl weitere Inhalte hinter Scrollbalken verstecken, erhält der Nutzer hier nahezu eine Vollansicht. Die Schrift wird dann logischerweise kleiner, ist aber aufgrund der Schärfe gut zu lesen. Oberhalb wurde eine 2-Megapixel-Webcam eingelassen, die sich für zehn Euro extra an einer Gesichtserkennungs-Software bedient, um den Nutzer-Login zu gestatten.