Der Handyhersteller
Nokia streicht erneut Jobs. Dieses Mal fallen nach Planungen des Handy-Weltmarktführers bis zu 285 Stellen am Heimatsitz in Finnland weg. Grund ist ein bereits mehrfach angekündigter Strategiewechsel. Möglichst vielen betroffenen Mitgliedern soll innerhalb des Nokia-Konzerns ein neuer Arbeitsplatz angeboten werden.
Kurzarbeit fällt weg
Wie der Branchenführer am Montag in Espoo mitteilte, soll die betroffene Fabrik in Salo - rund 100 Kilometer westlich von Helsinki gelegen - mit künftig knapp 2.000 Beschäftigten komplett auf die Herstellung von Smartphones umgestellt werden. In diesem Zusammenhang soll bis Ende Juni auch die derzeit laufende Kurzarbeit gestoppt werden. Als Resultat aus diesen Maßnahmen erhofft sich der Konzern kürzere Lieferzeiten in Europa und die bessere Erfüllung unterschiedlicher Kundenanforderungen.
"Salo ist ein wesentlicher Bestandteil in der globalen Produktion im Nokia-Netzwerk. Änderungen in der Mitarbeiterstruktur sind immer schmerzhaft und werden erst nach reiflicher Überlegung umgesetzt", sagte Nokias Vize-Chef Juha Putkiranta am Montag. Nur mit den neuen Plänen könne die Wettbewerbsfähigkeit und die Produktion hochwertiger mobiler Endgeräte gewährleistet werden.
Positives Geschäft im Jahr 2010
Nokia hat bei Mobiltelefonen insgesamt sowie auch bei den lukrativen Smartphones einen Weltmarktanteil von jeweils 39 Prozent. Das Unternehmen konnte im Januar eine überraschend
positive Bilanz für 2009 vorlegen, nachdem es zeitweilig Marktanteile an Konkurrenten wie Apple mit seinem
iPhone abgegeben hatte. Nicht nur in Finnland, sondern auch in Brasilien, China, Ungarn, Indien, Mexiko, Rumänien. Südkorea und Großbritannien werden Nokia-
Handys gefertigt. Das deutsche
Werk in Bochum wurde Anfang 2008 geschlossen.
Hayo Lücke