Der Trend geht zu Bezahlinhalten im Web. Der Axel Springer Verlag hatte im Januar die Ende des vergangenen Jahres gestarteten
iPhone Apps von "Bild" und "Welt" als Erfolg gewertet. International hatte sich insbesondere der Medienmogul Rupert Murdoch, Chef der News Corporation, für mehr Bezahlinhalte im Web stark gemacht.
Murdoch will Google aussperren und machte im Herbst des vergangenen Jahres Online-Artikel des "Wall Street Journal" nur noch gegen Bares zugänglich. In Kürze sollen auch die Meldungen der
"New York Times" im Internet kostenpflichtig werden. Das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" versucht nun auch seine Artikel zu versilbern.
Kauf von Einzelheften oder Dauerabo
Die bereits angekündigte kostenpflichtige "Spiegel"-Applikation für das Apple-
Handy iPhone soll möglichst noch im Februar auf den Markt kommen. Ob das gelinge, lasse sich aber noch nicht sicher sagen, erklärte eine Verlagssprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die App solle es den Lesern ermöglichen, sowohl einzelne Hefte zu kaufen wie auch ein Dauer-Abonnement einzurichten. Der Preis solle sich nicht wesentlich von dem der gedruckten Ausgabe - 3,80 Euro je Heft - unterscheiden; allerdings seien auch die Preisregeln von Apple im App-Store zu berücksichtigen. Viele Details seien noch offen.
Derzeit steht Internetnutzern noch ein breites Angebot an kostenlos verfügbaren Medien zur Verfügung. Daher schätzen Experten die Chancen von
Bezahlmodellen für das iPhone eher skeptisch ein. AOL-Chef Tim Armstrong hatte es im Herbst des vergangenen Jahres gegenüber der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" auf den Punkt gebracht: "Die Verleger müssen ihren Inhalten aber genügend Wert geben, um den Preis zu rechtfertigen".