Die Frage, ob Drucker und Kopierer, die mit
Toner arbeiten, eine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen darstellen, wurde in den vergangenen Jahren immer wieder kontrovers diskutiert. Einer aktuellen Umfrage zufolge, herrscht auch heute noch eine große Verunsicherung unter den Nutzern.
Unzureichende Informationen
Einer repräsentativen forsa-Umfrage in Auftrag des Unternehmens Tesa unter 1.000
Internet-Nutzern zwischen 25 und 55 Jahren zufolge, herrschten große Wissenslücken zum Thema Emissionen von Laserdruckern. 78 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlten sich demnach unzureichend über das Feinstaubrisiko und mögliche Gesundheitsschäden informiert. Noch größere Unsicherheiten gebe es bei möglichen Schutzmaßnahmen, über die 87 Prozent der Befragten nicht informiert seien. Nach Angaben des Unternehmens habe eine Online-Umfrage von Ipsos Marketing unter deutschen Büromitarbeitern im vergangenen Jahr ergeben, dass rund 70 Prozent von ihnen mit Laserdruckern arbeiteten und somit über zwei Drittel potentiell von einem Feinstaubproblem betroffen sein könnten.
Bei jedem gedruckten Blatt werden für das Auge unsichtbare Staubpartikel freigesetzt, die ihren Weg in den menschlichen Körper finden. Einige Druckermodelle stießen so viele Partikel aus, dass die Belastung im Büro der an einer Hauptverkehrsstraße gleiche, wie mehrere unabhängige Untersuchungen gezeigt hätten. Gesundheitliche Auswirkungen von Feinstaub-Emissionen sind dabei von der Größe der Partikel abhängig. Experten des Bundesgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitsmedizin schätzten bereits 2006 die ultra-feinen Staubpartikel wesentlich gefährlicher ein als große Staubpartikel. Damaligen Studien zufolge könnten Partikel ab einer Größe von durchschnittlich weniger als zehn Mikrometern die Lungenfunktion verschlechtern.
Belastung gesundheitlich bedenklich
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte vor zwei Jahren nach einer
Pilotstudie zum Thema Toner festgestellt, dass die Feinstaubbelastung beim Betrieb entsprechender Geräte deutlich zunehme. Schon aufgrund der Menge sei die Belastung sowohl hygienisch als auch gesundheitlich bedenklich. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesundheit seien aber noch nicht abzuschätzen.
Aufgrund zahlreicher, unbeantworteter Fragen ist bislang auch noch nicht klar, wie der Ausstoß der Partikel unterbunden werden könnte. Unternehmen wie Tesa bieten zwar Feinstaubfilter mit einem Spezialvlies an, die die Belastung um bis zu 94 Prozent senken sollen. Doch diese Lösung für den Lüftungsschacht der Geräte kann eine Freisetzung des Feinstaubs über andere Gehäuseöffnungen und Ritzen nicht verhindern.