Vom 15. bis 18. Februar zeigen die Mobilfunkhersteller beim
Mobile World Congress in Barcelona wieder die neuesten Top-
Handys und aktuellen Entwicklungen rund um den
Mobilfunk. Im Zuge der Wirtschaftskrise waren über der Branche dunkle Wolken aufgezogen, doch in diesem Jahr soll etwa der deutsche Mobilfunkmarkt wieder wachsen. Zu diesem Schluss kommt auch die Studie "Global Telecoms Insights 2010" des Marktforschungsinstituts TNS Infratest zur Kaufbereitschaft von mobilen Endgeräten. In 35 Ländern weltweit wurden dazu im vergangenen November Personen im Alter von 16 bis 60 Jahren in 24.000 Online-Interviews befragt.
45 Prozent planen Handy-Kauf innerhalb von sechs Monaten
Demnach planen rund 45 Prozent der Deutschen den Kauf eines neuen Handys innerhalb der nächsten sechs Monate. Dies sei eine Verdoppelung im Vergleich mit dem Vorjahr, als nur 21 Prozent der Befragten den Kauf eines neuen Mobiltelefons erwogen hatten. Gefragt seien besonders Touchscreen-Geräte, jeder Dritte wolle sich ein solches Telefon zulegen. Die virtuellen Tastaturen auf iPhone & Co. überzeugen aber nicht jeden. Die Kaufbereitschaft bei Geräten mit QWERTZ-Tastatur verdoppelte sich im Vorjahresvergleich auf elf Prozent. "Dies kann sicherlich als Signal für die ungebrochene Attraktivität von mobilen Messaging-Diensten wie
SMS, E-Mail,
Twitter & Co. verstanden werden", so Oliver Janßen, Leiter Research bei TNS Infratest Technology und Media.
Einfache Bedienbarkeit besonders wichtig für Verbraucher
Die Verbraucher würden von dem Angebot an neuen Mobilfunkgeräten und deren zahlreichen Features aber fast überfordert. Die Mobilfunkhersteller müssten daher bei der Konzeption neuer Handys die Kundenwünsche berücksichtigen. Für 26 Prozent der Befragten sei eine einfache und benutzerfreundliche Menüführung wünschenswert. Die neuen technischen Möglichkeiten über die sogenannten Apps voll ausschöpfen wollen 16 Prozent der Handy-Nutzer. Eine einfache Bedienung könne weitere Kundenkreise für die neuen Mobilfunkservice erschließen. Doch die steigende Anzahl von Mobilfunknutzern habe auch Schattenseiten: die Netzverfügbarkeit könne sich verschlechtern, Datenkapazitäten müssten sich Nutzer untereinander teilen.
Zudem preschen auch andere Geräte auf den Mobilfunkmarkt:
Netbooks, Tablet-PCs wie das
iPad oder
E-Book-Reader. Der
Boom der Netbooks werde auch 2010 anhalten, 14 Prozent der Befragten wollen innerhalb des nächsten halben Jahres ein solches Gerät kaufen. Ein
Notebook könnte bei 16 Prozent der deutschen Studienteilnehmer in den nächsten sechs Monaten über die Ladentheke wandern. Desktop-PCs sind dagegen weniger gefragt. Nur vier Prozent der Verbraucher planen den Kauf eines feststehenden
Computers. "Gespannt sein darf man außerdem, wie sich neuartige Geräte wie das kürzlich vorgestellte iPad von Apple am Markt behaupten können. Gelingt es der Industrie, die vielfältigen Herausforderungen des Marktes zu meistern, steht einem erfolgreichen nächsten Jahrzehnt nichts im Wege“, so Janßen.