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Die Swisscom wird sich künftig noch stärker beim Glasfaserausbau engagieren. Statt wie bisher Glasfaserleitungen nur bis in die Häuser zu verlegen (FTTH), finanziert das Unternehmen nun ab sofort auch die hausinterne Verlegung der Kabel in Mehrfamilienhäusern – die sogenannte "Steigzone" - bis direkt in die Wohnungen der Kunden. Swisscom will Hauseigentümern, die die Kosten für diesen Ausbau selber übernommen haben, die entsprechenden Beträge zurückerstatten. "Mit der Finanzierung der Steigzone wollen wir unseren Kundinnen und Kunden einen einfachen Zugang zu glasfaserbasierten Angeboten ermöglichen", so Swisscom-Chef Carsten Schloter. In den kommenden Wochen werde ein gemeinsamer Mustervertrag zwischen dem Telekommunikationskonzern und den Hauseigentümern ausgearbeitet, der die Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft berücksichtige.
Vier Glasfasern pro Wohnung für mehr Wettbewerb

Swisscom verlegt künftig Glasfasern direkt bis in die Wohnungen. Foto: Swisscom
Swisscom gab zudem eine Kooperation mit dem Energie- und Wasserversorger Industriedienste Genf zum Aufbau eines eigenes Glasfasernetzes im Kanton Genf bekannt. Die Infrastruktur des Netzes, das zeitgleich in der Stadt sowie deren Umland errichtet werden soll, werde offen sein, um ein Glasfasermonopol in Genf zu verhindern. Swisscom wird für den Ausbau in der Stadt zuständig sein, der Kooperationspartner wird das Glasfasernetz in den Nachbargemeinden voranbringen. Innerhalb von vier Jahren sollen die meisten Haushalte und Unternehmen des Kantons Genf an das Breitbandnetz angeschlossen sein.
In Deutschland wird dagegen immer noch um den richtigen Weg für eine flächendeckende Erschließung - insbesondere der ländlichen Regionen - mit Breitband gerungen. In dieser Woche hatte etwa der Verband VATM vor einem Strategiewechsel beim Breitbandausbau gewarnt.


