Als Plattform dient Intels Pine Trail Technologie, sprich der NM10 Express Chipsatz mit dem neuen Atom N450 Prozessor und 1,66 Gigahertz (GHz) Taktfrequenz. Auch die Onboardgrafik wurde ausgetauscht. Was jahrelang der schon ältere Intel GMA 950 erledigt hat, übernimmt nun ein GMA 3150, der zusammen mit der
CPU und dem Speichercontroller auf einem Chip sitzt – und somit noch enger zusammenrückt als bei den
neuen Intel Core i3, i5 und i7 Prozessoren. Dies erlaubt eine platzsparende Bauweise und soll den Stromverbrauch schmälern, die gesamte Thermal Design Power (TDP) des Dreierpacks gibt Intel mit 7,0 Watt an. Für die Computerhersteller dürften die laut Intel geringeren Kosten interessant sein.
Aufrüstbarer RAM
Der GMA 3150 kommt wie andere Onboardchips ohne eigenen Grafikspeicher aus und bedient sich daher mit am ein Gigabyte (GB) großen
Arbeitsspeicher, der über einen weiteren Steckplatz auf zwei GB aufgestockt werden kann. Laut Handbuch muss dies von einem Vertragshändler oder Service-Center erledigt werden, öffnen lässt sich das Gehäuse mit Durchschnitts-Werkzeug nicht. Ohne Blick auf die Garantiebedingungen sollten Notebook-Besitzer ohnehin nicht am Gerät herumschrauben. Die
Festplatte in unserem Testgerät verfügt über eine Kapazität von 250 GB, bei der Produktankündigung im Dezember erwähnte MSI aber auch eine 160-GB-Version, was für viele Nutzer ausreichen dürfte.
Tests: Leistung und Akku
Die Leistung des Prozessors haben wir unter anderem beim Packen von Dateien mittels
7-Zip verglichen, wobei sich der neue Atom N450 aber nicht schneller als der alte N270 zeigte. Da sich die Taktfrequenz kaum unterscheidet, war dies zu erwarten. Im CPU-Benchmark von
PC Wizard schnitt der Intel Core 2 Duo SU7300 mit 1,3 GHz im
Asus UL50AG (Test) beispielsweise mit fast doppelter Punktzahl ab. Auch die Grafikleistung hat sich nicht bahnbrechend verändert. Ein so schwacher Onlinechip ist ganz einfach auf die Wiedergabe von herkömmlichen Videos ausgelegt und soll weder 3D-Spiele noch aufwendige
High Definiton Filme schaukeln. Im Test ließ sich eine 720p-Datei im WMV-Format dennoch problemlos abspielen, ein gleich-auflösendes Video im Containerformat MKV sowie eine 1080p WMV-Datei bereitetem wiederum große Probleme und ruckelten so stark, dass ein Zuschauen unmöglich war. Bei einer Auflösung von 1024x600 Bildpunkten machen HD-Videos jedoch ohnehin wenig Sinn. Dennoch ist der Bildschirm optimal für Filme geeignet: Er ist sehr kontraststark, lässt sich hell einstellen und gibt knackige Farben aus. Weitere
Testergebnisse und Benchmarks zum Wind U135 finden sich auf Seite 3.
Mausersatz und Tastatur des MSI Wind U135. Bilder: onlinekosten.de
Unter permanenter Volllast und höchster Leistung mit dauerhaft eingeschaltetem Display hielt das Mini-
Notebook etwas mehr als vier Stunden durch, als längste Laufzeit ermittelte das Testprogramm
BatteryEater über 6,5 Stunden. Auch bei dieser Messung war der Bildschirm die ganze Zeit über eingeschaltet, die Helligkeit auf der mittleren Stufe eingestellt und der WLAN/Bluetooth-Empfang deaktiviert. Wer das Netbook für die Videowiedergabe nutzt, kann sich auf etwa 380 Minuten (rund sechs Stunden) einstellen. Schraubt man die Displayhelligkeit nach oben, wird sich die Laufzeit verkürzen. MSI nannte 7,5 Stunden als Richtwert, was dann offensichtlich nur mit zwischendurch abgeschaltetem Bildschirm zu erreichen ist. Auffällig ist der permanent drehende - wenn auch leise - Lüfter.