Montag, 01.02.2010 10:31

Facebook: Warnung vor Farmville

aus dem Bereich Sonstiges
Der gesamte Markt für virtuelle Spiel-Utensilien wird allein in den USA auf eine Milliarde Dollar geschätzt - und könnte laut Experten bis 2013 auf fünf Milliarden Dollar wachsen. In Asien sollen es jetzt schon um die fünf Milliarden sein.

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Dubiose Geschäftspraktiken

Kritiker zweifeln allerdings daran, ob alles sauber zugeht in den niedlichen Online-Welten. So sollen Partner von Zynga dubiose Geschäftspraktiken angewandt haben. Sie boten Nutzern Farmville-Geld an, wenn diese Software oder Handy-Klingeltöne kauften. Kritiker wie das IT-Blog TechCrunch sahen dahinter eine Abo-Falle. TechCrunch- Gründer Michael Arrington prägte für das System den Begriff "ScamVille" - Betrugs-Stadt. In den USA läuft eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga. Der Spiele-Anbieter stoppte die Abo-Praktiken daraufhin.

Vage Datenschutzerklärung

Spannend wird es auch beim Thema Datenschutz. Wer sich das Spiel auf sein Facebook-Profil lädt, erlaubt Zynga den Zugriff unter anderem auf die eigenen Profilinformationen, Fotos und Informationen über Freunde. "Die Datenschutzerklärung ist teilweise sehr vage und der Anbieter behält sich vor, so gut wie alles abzurufen", sagt Henry Krasemann vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig- Holstein.

Das Unternehmen erstellt ein Profil der Nutzer, für das es Daten aus etlichen Quellen zusammensetzt: Etwa "Zeitungen, Internetquellen wie Blogs, Kurzmitteilungsdiensten, Zynga-Spielen und von anderen Zynga-Nutzern", wie es auf der Website des Unternehmens heißt. Zusammen mit Browser-Informationen über die besuchten Websites werden diese Daten für gezielte Werbung genutzt. Nach deutschem Recht ist das fragwürdig, wenn nicht gar unzulässig, sagt Krasemann, genauso wie die dauerhafte Speicherung der Daten durch Zynga.

Geldabbuchung ohne Zustimmung?

Die 25-jährige Münchnerin Anna Tschochner war anfangs eine fleißige Farmerin. Viele ihrer Facebook-Freunde machten mit, durch die ständig nötigen Aktivitäten und Statusmeldungen war das Spiel immer auf der Startseite ihres Netzwerks präsent - für Tschochner war es ein vergnüglicher Zeitvertreib. Dann buchte Zynga jedoch von ihrem Paypal-Konto dreimal Geld ab, obwohl sie nie ihre Zustimmung dazu gegeben hatte. Vielleicht ein Versehen. Zynga äußerte sich dazu auf dpa-Anfrage nicht. Tschochner hat nun ihre Facebook-Freunde vor dem Spiel gewarnt. Ihr Geld hat die junge Frau zwar wiederbekommen, die Lust an Farmville ist ihr jedoch gründlich vergangen.
Jörg Schamberg / dpa
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 Ziemlich üble Nachrede (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Bash am 01.02.2010 um 13:44 Uhr
 ....tut mir Leid, aber.... (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von yogi9999 am 01.02.2010 um 11:40 Uhr
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