Eine repräsentative Studie des Forschungsinstitutes TNSinfratest im Auftrag der E-Plus-Gruppe hat bereits zum vierten Mal das Nutzungsverhalten von deutschen Mobilfunkkunden analysiert. Die Trends für 2010: Der Festnetzbereich wird weiter Kunden verlieren,
mobiles Internet bleibt trotz Smartphone-Boom weiter hinter den Erwartungen zurück und Telefonie ist zusammen mit dem
SMS-Versand die beliebteste Handyfunktion. Befragt wurden 2.004 Personen im Alter über 14 Jahren, davon 973 Männer und 1.031 Frauen. 1.561 Teilnehmer waren Mobilfunknutzer.
Sinkende Preise gefordert
Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein leichter Anstieg der Handynutzer um 1,7 Prozent festgestellt werden. Die Gruppe der Verweigerer bleibt damit konsistent und schwer zu überzeugen. Aber auch unter den Mobilfunkfreunden nimmt der Drang nach Veränderungen langsam ab – zumindest, wenn es um den Faktor Geldersparnis geht. So gaben lediglich 20 Prozent der Befragten an, ihren Mobilfunkanbieter in den letzten 24 Monaten aus Kostengründen gewechselt zu haben. Geringere Gebühren sind dennoch weiterhin ein Thema bei den Nutzern. Sinkende Minutenpreise würden zu einem deutlichen Plus an mobilen Telefonaten führen. So sagten 34 Prozent der Studienteilnehmer in einem solchen Fall häufiger zu telefonieren. 27 Prozent der befragten Handybesitzer verwiesen auf längere Gespräche und 24 Prozent meinten, dann seltener das Festnetz zu nutzen.
Das Handy wird von vielen Nutzern weiterhin eher zurückhaltend verwendet. Diagramm: TNSinfratest / E-Plus
Derzeit wird das Handy hingegen noch vorsichtig genutzt. 80 Prozent der Handybesitzer wählen keine Sondernummern und 62 Prozent fassen sich immer möglichst kurz. 43 Prozent achten außerdem darauf, im gleichen Netz wie der Angerufene zu telefonieren. Immerhin noch 30 Prozent rufen nach Möglichkeit keine Festnetznummer an. Im Ausland gibt es trotz fallender Roaminggebühren weiter eine starke Scheu, das Handy zu verwenden. Allerdings stimmten insgesamt 14,3 Prozent der Befragten der Aussage zu, sich vorstellen zu können, bei weiter deutlich sinkenden Preisen für mobile Gespräche den Festnetzanschluss zu kündigen – ein geringes Plus von 1,5 Prozent zum Vorjahr.