Der weltgrößte
Handy-Hersteller Nokia schöpft zu Jahresbeginn neue Hoffnung. Die Finnen schafften es im Schlussquartal 2009, ihren Marktanteil wieder leicht zu steigern.
Handyabsatz in Europa sinkt
Mit 126,9 Millionen verkauften Handys schätzt Nokia den Anteil am weltweiten Handymarkt im vierten Quartal auf 39 Prozent, wie das Unternehmen am am Donnerstag in Espoo bei Helsinki mitteilte. Allerdings ging der Handyabsatz in Europa im Jahresvergleich von 34,7 Millionen auf 34,3 Millionen Einheiten zurück (-1,2 Prozent). Verluste mussten auch in Nordamerika (-7,3 Prozent) und Lateinamerika (-6,8 Prozent) verzeichnet werden. Steil bergauf ging es hingegen in China (+36,4 Prozent), im mittleren Osten und Afrika (+36,4 Prozent) und Restasien (+15,4Prozent)
Auch bei den margenträchtigen Smartphones konnte der Branchenprimus seine Position ausbauen. Insgesamt verkaufte Nokia im Schlussquartal 20,8 Millionen Smartphones und
Netbooks nach 15,1 Millionen im Vorjahr. Nokias Marktanteil bei den Hightech-Handys stieg von 35 Prozent im dritten Quartal auf auf 40 Prozent. Den Markt für mobile
Computer will Apple jetzt mit dem neuen
iPad aufrollen. Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo führte das im Wesentlichen auf die neuen Modelle mit Tastatur und Touchscreen zurück. Dank der Smartphones habe Nokia seine Umsätze in der Handysparte steigern können, sagte Kallasvuo.
Für den gesamten Konzern sanken die Erlöse aber um 5,3 Prozent auf knapp 12 Milliarden Euro. Unterm Strich verbuchte Nokia einen Gewinn von 948 Millionen Euro. Die Aktie stand nach Bekanntgabe der Zahlen um zehn Prozent im Plus.