Bei dem Mobilfunkriesen
Vodafone droht ein weiterer Stellenabbau in Deutschland. "Ich glaube, dass wir mit weniger Leuten arbeiten werden", sagte der Chef von Vodafone Deutschland, Friedrich Joussen, am Mittwochabend im Club Wirtschaftspresse in München. Eine Größenordnung nannte er aber nicht. Derzeit hat die Vodafone-Gruppe, zu der auch der Festnetz- Anbieter
Arcor gehört, rund 13.000 Arbeitsplätze in Deutschland.
Sinkende Gewinnmargen
Im vergangenen Jahr seien bereits rund 600 Stellen weggefallen, sagte Joussen. Dies sei vor allem durch Fluktuation erreicht worden. Zudem wurden mehrere Vodafone-Shops an selbstständige Unternehmer ausgegliedert. Angesichts der sinkenden Gewinnmargen in der Telekommunikation sei der Sparkurs aber unvermeidlich.
Mit dem Problem steht Vodafone nicht alleine da: Umsatz- und Gewinnsteigerungen sind für die europäischen Telekomkonzerne fast nur noch mit Einsparungen zu erreichen. Konzernweit will der britische Konzern Vodafone seine Kosten bis zum Jahr 2012 um rund 1,1 Milliarden Euro senken. Wie viel Vodafone Deutschland einsparen muss, ist nicht bekannt.
Sicherheit im Fokus
Der wichtigste Zukunftstrend für die Branche wird aus Sicht von Joussen das Thema
Sicherheit sein. "Es gibt viele Dinge im
Internet, die überhaupt nicht sicher sind." In diesem Bereich müsse die Telekommunikationsbranche Vorreiter werden. "Wenn wir das nicht machen, passiert es möglicherweise irgendwann in Indien oder Afrika."
Hayo Lücke
/ dpa