Die derzeit auf dem Markt verfügbaren E-Book-Reader etwa von Sony oder Amazon stellen Inhalte mit ihrer lesefreundlichen E-Ink-Technologie jedoch lediglich in Schwarz-Weiß dar und können beispielsweise keine Videos abspielen. Hier sei Apple in der besten Position, um den Markt neu zu definieren, sagte James McQuivey, Analyst der Marktforschung Forrester Research.
Neue Bildschirmtechnik
Ein herkömmliches Display mit Hintergrundbeleuchtung dürfte allerdings die Lesefreundlichkeit mindern und vor allem auf die Batterie-Laufzeit gehen. Mit diesem Nachteil hatten auch alle bisherigen Tablet-PC-Modelle zu kämpfen, die von Apple-Konkurrenten auf den Markt gebracht wurden. Die mobilen
Internet-Geräte ohne Tastatur gibt es bereits seit den 1990er Jahren. Doch unter anderem wegen schwacher Akkulaufzeiten sowie vergleichsweise hoher Preise fristeten sie bislang ein Nischendasein.
Erst im Januar hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas einen neuen Tablet-PC von Hewlett- Packard präsentiert. Zuvor war gemunkelt worden, dass Ballmer mit seinem Auftritt dem Rivalen Apple die Show stehlen wollte. Doch anders als erwartet, demonstrierte Ballmer den "Slate-PC" überraschend begeisterungsfrei. Auch beim Publikum fiel die digitale Schiefer-Tafel durch.
Mobiler Internetzugang wahrscheinlich
Wenn Apple mit dem Tablet-PC eine Produktkategorie tatsächlich neu definieren will, muss der kalifornische Konzern auch bei der Bildschirm-Technologie neue Standards setzen. Für den einfachen Zugang zu Inhalten ist auch ein
mobiler Internetzugang wahrscheinlich. Nach Informationen des Online-Portals von "FoxNews" wird das Gerät in zwei Versionen auf den Markt kommen: Eine Version werde das amerikanische Netz CDMA unterstützen, ein anderes über das hierzulande gebräuchliche GSM-Netzwerk Verbindung aufnehmen können, hieß es. Apple führe dafür bereits Gespräche mit den Mobilfunkbetreibern Verizon und AT&T berichtet "FoxNews" und beruft sich dabei auf Quellen, die den beiden Unternehmen nahe stehen.