Die Videoplattform
YouTube möchte Live-Konzerte im
Internet gegen Bezahlung anbieten. "Live-Streams von Konzerten könnten sehr geeignet sein für ein Pay-per-View-Modell", sagte YouTube-Manager Patrick Walker in einem dpa-Gespräch in Cannes am Rande der Musikmesse Midem.
Bezahlvideos als Ergänzung
Die Erfahrungen mit den bislang über Werbung finanzierten und für die Nutzer
kostenlosen Konzerten von U2 im vergangenen und
Alicia Keys in diesem Jahr seien sehr gut gewesen. In dieser Woche
startet YouTube in den USA einen Versuch mit einem gebührenpflichtigen Online-Video-Verleih - mit fünf Filmen von unabhängigen Filmemachern, die auf dem Sundance Festival in San Francisco gezeigt werden. Doch das Angebot soll schrittweise ausgebaut werden.
"Wir werden auch künftig vor allem ein werbefinanziertes Portal sein, aber Bezahlinhalte können in manchen Segmenten sinnvoll sein", sagte Walker, YouTube-Direktor für Videopartnerschaften in Europa. Im Moment würden weltweit täglich eine Milliarde Videos über das Portal angeschaut; bei einem Siebtel davon - also eine Milliarde Videos pro Woche - flössen Werbegelder an YouTube und darüber an die Rechteinhaber der Videos.