Freitag, 22.01.2010 15:22

VZ-Netzwerke nun mit 16 Millionen Mitgliedern

aus dem Bereich Sonstiges
Soziale Netzwerke erfreuen sich in Deutschland weiterhin großer Beliebtheit. Das Wachstum scheint ungebrochen, so zumindest der Eindruck beim Blick auf die nun von den VZ-Netzwerken präsentierten Nutzerzahlen. Demnach konnten die drei dazugehörigen Online-Portale schülerVZ, studiVZ und meinVZ die Zahl der registrierten Nutzer auf 16 Millionen steigern. Erst im August des vergangenen Jahres hatten die VZ-Netzwerke die Marke von 15 Millionen Community-Mitgliedern geknackt.

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VZ-Netzwerke "klare Nummer 1"

Die meisten Mitglieder der zur Holtzbrinck-Verlagsgruppe gehörenden Online-Community verzeichnet studiVZ mit über sechs Millionen registrierten Mitgliedern. Das für Schüler ab zwölf Jahren freigegebene Netzwerk schülerzVZ zählt rund 5,5 Millionen Mitglieder. Die Online-Gemeinschaft meinVZ versammelt über vier Millionen Berufstätige. Die im Oktober 2005 zunächst als studiVZ gegründeten VZ-Netzwerke bezeichnen sich selbst nicht nur hinsichtlich der Reichweite, sondern auch bei der Nutzung und Aktivität als "klare Nummer 1" unter den deutschen Online-Netzwerken. Die drei Portale der VZ-Gruppe würden von 40 Prozent der Nutzer mehrmals täglich angesurft, 60 Prozent schauten mehrmals wöchentlich bei den VZ-Webpräsenzen vorbei. Der Großteil, 80 Prozent, logge sich immerhin mehrmals im Monat bei schülerVZ & Co. ein.

VZ-Chef sieht sein Unternehmen auf dem richtigen Weg


VZ-Netzwerke melden weiteres Nutzerwachstum.
Screenshot: onlinekosten.de
Dabei zeigen sich die Nutzer sehr aktiv: An einem durchschnittlichen Tag würden 13 Millionen Millionen Nachrichten verschickt und zwei Millionen Fotos hochgeladen. Für regen Gedankenaustausch stünden über neun Millionen Gruppen zu allen möglichen Themenbereichen zur Verfügung. In rund 1,4 Millionen täglichen Statusmeldungen hielten die Nutzer ihre Freude stets über wichtige und unwichtige Begebenheiten aus ihrem Leben auf dem Laufenden.

Markus Berger-de León, seit März 2009 Chef der VZ-Netzwerke, sieht den Kurs seines in Berlin ansässigen Unternehmens durch die aktuellen Nutzerzahlen bestätigt. "Sie zeigen außerdem, dass wir mit der stetigen Weiterentwicklung unserer Angebote - bei gleichzeitig konsequentem Datenschutz und hoher Datensicherheit - die Bedürfnisse der VZ-Mitglieder optimal abdecken", so Berger-de León. Die hohe Zahl der registrierten Mitglieder bei den VZ-Netzwerken erklärt sich teilweise aber auch aus Doppelregistrierungen. Im Juli des vergangenen Jahres hatte das Marktforschungsinstitut Nielsen die reelle Zahl der Mitglieder der VZ-Netzwerke ohne solche doppelte Registrierungen mit 8,7 Millionen angegeben. Eine Antwort auf eine Anfrage unserer Redaktion an die VZ-Netzwerke hinsichtlich doppelt registrierter Mitglieder steht derzeit noch aus.

Facebook steigert sich auf 5,8 Millionen Mitglieder

Auch die Konkurrenz schläft nicht. Insbesondere Facebook, das mit rund 350 Millionen Mitgliedern weltweit größte soziale Netzwerk, holt in Deutschland mächtig auf. Nach Angaben des Blogs facebookmarketing.de kommt Facebook hierzulande aktuell inzwischen auf rund 5,8 Millionen Mitglieder und konnte damit gegenüber November des vergangenen Jahres um rund 6,25 Prozent zulegen. Damals hatte die Mitgliederzahl noch bei 5,4 Millionen gelegen. Die Mehrheit der deutschen Facebook-Mitglieder sind Frauen: 2,83 Millionen männlichen Nutzern stehen 2,97 Millionen weibliche Facebook-Anhänger gegenüber. Nach einer Untersuchung der Marktforscher von comscore wurde die Website facebook.com im vergangenen Jahr von rund 112 Millionen US-Besuchern angesteuert. Im Jahr zuvor lag die Zahl der US-amerikanischen unique Visitors erst bei 54,5 Millionen. In Deutschland liegt Facebook derzeit noch hinter studiVZ und dem Portal wer-kennt-wen.de, das nach eigenen Angaben sieben Mitglieder gewinnen konnte. Doch die Nutzerzahlen für die Online-Communities differieren je nach Quelle und Berechnungsgrundlage. Im Sommer des vergangenen Jahres sahen die Marktforscher von Nielsen Facebook als Marktführer in Deutschland mit damals angeblich 6,2 Millionen Mitgliedern.
Jörg Schamberg
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