Wenn die Bundesnetzagentur im zweiten Quartal im Rahmen der
digitalen Dividende die
Versteigerung von neuen Mobilfunkfrequenzen startet, werden nach derzeitigem Stand mehr Unternehmen als erwartet in einen direkten Bieterwettstreit treten. Das gab die zuständige Regulierungsbehörde am Donnerstag in Bonn bekannt.
Zwei unbekannte Antrag-Steller
Demnach haben bis zur Frist am Donnerstag um 15 Uhr sechs Unternehmen einen Antrag auf Zulassung zur Versteigerung von Frequenzen in den Bereichen 800 Megahertz, 1,8 Gigahertz (GHz), 2 GHz und 2,6 GHz gestellt. Über diese Frequenzen sollen neue, schnelle Angebote für das
mobile Internet realisiert werden.
Neben
Vodafone,
T-Mobile,
E-Plus und
o2 planen demnach zwei weitere Unternehmen den Start von
mobilen Datentarifen. Welche das im Detail sind, wollte ein Sprecher der Bundesnetzagentur auf Anfrage von onlinekosten.de nicht verraten. Es gehe in einem nächsten Schritt zunächst darum, die eingegangenen Anträge auf eine Zulassung zur bevorstehenden Auktion zu prüfen. Diese Prüfung, die voraussichtlich fünf bis sechs Wochen in Anspruch nehme, beinhalte beispielsweise, ob die sechs Unternehmen unabhängig voneinander arbeiten, so der Sprecher. Darüber hinaus müssten auch finanzielle Aspekte berücksichtigt werden.
EU hat keine Bedenken mehr
In den zurückliegenden Monaten hatte es immer wieder Streit um das Auktionsverfahren gegeben. Nachdem
E-Plus und o2 Bedenken angemeldet hatten, sie würden gegenüber T-Mobile und Vodafone benachteiligt,
schaltete sich auch die EU-Kommission ein. Kurz vor Weihnachten gab der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, bekannt, gegen mögliche Wettbewerbsverzerrungen vorgehen zu wollen. Das
stimme EU-Kommissarin Viviane Reding milde.