Der Online-Marktplatz
Ebay hat dank des
Verkaufs seiner Internettelefonie-Tochter Skype ein Rekordergebnis eingefahren. Unterm Strich verdiente Ebay im Schlussquartal knapp 1,4 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch im kalifornischen San Jose mitteilte. Vor einem Jahr waren es 367 Millionen Dollar gewesen.
Starkes viertes Quartal
Der Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal stieg um 16 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Vor allem der Bezahldienst
Paypal und der Ticketdienst Stubhub wuchsen. Das Kerngeschäft mit Auktionen und Festpreis-Angeboten legte leicht zu. "Wir haben ein starkes viertes Quartal hinter uns", fasste Konzernchef John Donahoe zusammen. Operativ blieb im Schlussquartal aber viel weniger übrig als vor einem Jahr: Mit 179 Millionen Euro konnte Ebay konzernweit gerade mal ein Drittel der damaligen Summe einstreichen. Grund waren unter anderem höhere Ausgaben fürs Marketing.
Das sahen die Börsianer ebenso: Die Aktie stieg nachbörslich um 2 Prozent. Auch deshalb, weil Ebay weiteres Wachstum in diesem Jahr verspricht. Bis zum Jahresende soll der Umsatz um 9 bis 12 Prozent steigen. Den Gewinn sieht das Management indes mit 1,29 bis 1,34 Dollar pro Aktie unter das Niveau der beiden Vorjahre fallen.
Ebay hatte Skype Mitte November für 1,9 Milliarden Dollar mehrheitlich an eine Investorengruppe um den Internet-Pionier und Netscape-Gründer Marc Andreessen verkauft.
Mit 30 Prozent ist der Konzern jedoch noch an Bord.
Mit Hochdruck wird weiter am Ausbau des weltgrößten Auktionshauses zu einer Handelsplattform mit mehr Festpreis-Angeboten, Profi-Verkäufern und Neuwaren. Konzernchef Donahoe sieht Deutschland und Großbritannien dabei als Vorzeigeregionen. Hier sei es besser als in den USA gelungen, gewerbliche und private Verkäufer zu unterscheiden und ihnen entsprechende Angebote zu unterbreiten.
Hayo Lücke
/ dpa