Stille. Die Welt ohne den Kurznachrichtendienst
Twitter. Undenkbar? Seit etwa 12.45 Uhr am Mittwoch war die weltweite Twitter-
Community für knapp eine Stunde ratlos. Was war mit ihrem geliebten Internetdienst geschehen? Waren die
Server nur überlastet oder erfolgte erneut ein
Angriff von Hackern auf die Twitter-Server?. Im vergangenen Dezember war der Online-Dienst bereits wegen einer Attacke der sogenannten "Iranian Cyber Army" vorübergehend nicht erreichbar.
Gibt es ein Leben ohne Twitter?
Auf der Twitter-
Website zeigte sich am Mittwoch nur die hin und wieder auch im Regelbetrieb auftauchende "Walgrafik" und der Hinweis auf zu hohe Serverbeanspruchung: "Twitter is over capacity. Too many tweets! Please wait a moment and try again." Erst gegen 13.45 Uhr stand Twitter wieder vollständig zur Nutzung zur Verfügung - und die Tweets explodierten förmlich bei Eingabe des Suchbegriffes "Twitter". Innerhalb weniger Minuten gab es bereits tausende 140-Zeichen-Beiträge von besorgten Twitterern. Manche begrüßten ihren Dienst überschwänglich "Wir haben Twitter zurück...yah!". Ein anderer Nutzer gab an, aus lauter Verzweiflung im Notepad selber Nachrichten an sich geschrieben zu haben. Andere wiederum empfanden den einstündigen Twitter-Ausfall als "total isolierendes Erlebnis", für einen hat sogar sein "Leben pausiert". Kurz nach 14 Uhr waren die Twitter-Server dann erneut minutenlang überlastet.
Ursache: System-Ausfall und Problem mit Backup-System
Twitter: Systemausfall für rund 60 Minuten.
Screenshot: onlinekosten.de
Auf der
Twitter-Statusseite äußerte sich der Kurznachrichtendienst inzwischen selbst zunächst nur mit einer kurzen Notiz: "Wir erleben einen Ausfall aufgrund einer hohen Anzahl an Fehlern." In einem aktuellen Update wies das Twitter-Team schließlich darauf hin, dass es Probleme bei einem plötzlichen Systemausfall und dem Wechsel auf ein Backup-System gegeben habe. Für rund 90 Minuten habe es eine hohe Anzahl von Fehlern gegeben. Dadurch sei die Twitter-Seite nahezu unerreichbar gewesen. Zu Verlusten oder Gefährdungen von Daten sei es während des Ausfalls nicht gekommen.
Jörg Schamberg