Mittwoch, 20.01.2010 10:46

Chinas Suchmaschine Baidu verklagt register.com

aus dem Bereich Sonstiges
In einem Hinweis auf die darüber hinausgehende Auseinandersetzung über Zensur im chinesischen Internet verwies Campbell in Washington darauf, dass US-Präsident Barack Obama bei seinem Besuch in China hervorgehoben habe, "dass die Meinungsfreiheit im Internet, darunter der freie und offene Zugang zum Netz, ein universelles Recht ist, dass allen Menschen zur Verfügung stehen müsse, egal ob sie in den USA, in China oder in einer anderen Nation sind". Campbell fügte hinzu: "Die Möglichkeit, mit Zuversicht im Internet zu operieren, ist entscheidend in einer modernen Gesellschaft und Wirtschaft."

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Keine Ausnahme für Google

Der Sprecher des Außenministeriums, Ma Zhaoxu, erklärte, es werde für Google "keine Ausnahme" gemacht. Der Internetkonzern müsse sich in China an die Gesetze halten. Dass die Hacker-Angriffe aus China stammen, wie Google angab, sehen die chinesischen Behörden als unbewiesen an. Google hat in China nur 33 Prozent Marktanteil, während Baidu mit 63 Prozent Marktführer ist.


Schwerster Angriff auf Baidu

Der Angriff auf Baidu, die größte Suchmaschine in China, hatte nichts mit Google zu tun. Doch machte jetzt das chinesische Unternehmen die amerikanische Webfirma verantwortlich, die ihre Webadresse baidu.com verwaltet. Nach dem Hacker-Angriff auf Baidu am 12. Januar teilte das Unternehmen in einer Erklärung in Peking mit. "Die grobe Nachlässigkeit von register.com führte zu einer illegalen und boshaften Änderung des Domain-Namens von Baidu." Viele Nutzer hätten stundenlang nicht auf ihre Suchmaschine zugreifen können, was großen Schaden für Baidu verursacht habe. Es war der schwerste Angriff seit seiner Gründung 1999. Informierte Kreise berichteten, Baidu suche jetzt einen neuen Verwalter für seine Webadresse. Die wahre Identität der Hacker mit dem Namen "Iranische Cyber-Armee" ist unbekannt, doch stand eine solche Gruppe auch hinter einem Angriff auf Twitter, der den Kurznachrichtendienst lahmgelegt hatte. Irans Botschaft in Peking wies Spekulationen über eine Verbindung der Hacker zu Regierungsstellen im Iran zurück und verurteilte den Angriff, wie Chinas Staatsfernsehen berichtete.
Jörg Schamberg / dpa
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 iranian cyber dings (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von dr-ebert am 20.01.2010 um 15:36 Uhr
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