Das neue Jahr begann suboptimal für den Speicherhersteller Kingston Technology. Ende Dezember hatte die deutsche Sicherheitsfirma SySS GmbH eine Schwachstelle in einigen USB-Sticks mit eingebauter Verschlüsselung ausgemacht und publiziert. Den Experten war es aufgrund eines Fehlers in der Passwortverarbeitung auf dem Stick gelungen, mit nur wenigen Mausklicks den Zugriff auf sämtliche gespeicherte Daten zu erhalten. Kingston startete daraufhin einen Rückruf der betroffenen Modelle
Data Traveler Black Box,
Data Traveler Secure - Privacy Edition und
Data Traveler Elite - Privacy Edition. Ursprünglich sollte ein Firmware-Update die Probleme beseitigen, nun werden die Sticks komplett ausgetauscht.
Bessere Modelle als Ersatz
"Wir haben beschlossen, das Problem zu lösen, indem wir unseren Kunden anbieten, die betroffenen Produkte mit Modellen zu tauschen, die über eine neuere und verbesserte Sicherheitsarchitektur verfügen" sagte Kingston-Vorstand Thomas Marschner. Dies sei von Anbeginn als einzige geeignete Lösung betrachtet worden, so Marschner. Der
Data Traveler Black Box wird daher durch eine verbesserte und sichere Ausführung ersetzt. Die Modelle
Data Traveler Secure - Privacy Edition und
Data Traveler Elite - Privacy Edition sind hingegen nicht mehr verfügbar. Betroffene Nutzer erhalten daher ersatzweise den höherwertigeren
DataTraveler Vault - Privacy Edition. Dieser schützt gespeicherte Daten mit einer hardwarebasierten 256-bit starken AES-Verschlüsselung. Die Übertragungsgeschwindigkeiten liegen bei 24 Megabyte pro Sekunde (MB/s) (Lesen) und zehn MB/s (Schreiben).
Erhalten einige Kunden als Ersatz: den DataTraveler Vault – Privacy Edition.
Screenshot: onlinekosten.de
Für einen Austausch werden deutsche Kunden gebeten, die Hotline unter 0180 / 500 8617 zu kontaktieren (14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz). Weitere Telefonnummern sind unter
www.kingston.com/driveupdate abrufbar.
Christian Wolf