Der Internetkonzern Google feilt an mehr Sicherheit für seinen E-Mail-Dienst Gmail, der in Deutschland unter dem Namen Google Mail bekannt ist. Bereits seit 2008 haben Nutzer optional die Möglichkeit ihre Daten per HTTPS zu verschlüsseln und sie damit vor dem Ausspähen durch Dritte zu schützen. Der Nachteil: die Performance beim Abruf des Postfachs lässt etwas nach. Google Mail setzt - nach einer monatelangen Überprüfung - künftig auf HTTPS als Standardeinstellung für alle Mailkunden.
Mehr Sicherheit durch HTTPS-Verschlüsselung
Im offiziellen
Gmail-Blog informierte Sam Schillace, Direktor der Gmail-Entwicklungsabteilung, dass derzeit die Umstellung auf HTTPS als Standard erfolge. Für Kunden, die in ihren Google Mail-Einstellungen ohnehin schon optional HTTPS gewählt hätten, werde sich somit nichts ändern. Google Mail lasse aber weiterhin in den Mail-Einstellungen die Nutzung von HTTP zu.
Die Startseite von Google Mail bleibe aber in jedem Fall verschlüsselt, um das Login-Passwort zu schützen. Auch für Nutzer von Google Apps stehe optional sowohl die verschlüsselte als auch die unverschlüsselte Variante zur Verfügung.
Probleme bei Offline-Nutzung
Google Mail weist darauf hin, dass es bei Offline-Nutzung des Maildienstes zu Problemen durch die Umstellung auf HTTPS kommen könnte. Die Synchronisation mit dem Postfach funktionierte dann nicht mehr, auch Shortcuts und Lesezeichen arbeiteten nicht korrekt. Betroffenen Anwendern hat der Maildienst einen
Work around in mehreren Schritten zur Behebung des Problems zusammengestellt.
Jörg Schamberg