Noch einmal wollten Google und Co. offenbar nicht das Nachsehen haben. Als Mitte Januar 2009 ein Flugzeug auf dem Hudson River notwasserte, stahl Twitter den
Internet-Giganten die Show: Während bei den Suchmaschinen der See noch still ruhte, schlug das Ereignis im Kurzmeldungsdienst bereits Wellen – und ging in Windeseile um die Welt. Augenzeugen in New York berichteten nur Minuten nach der Beinahe-Katastrophe in Wort und Bild über Twitter von der Rettungsaktion.
Lahme Suchmaschinen
Suchmaschinen arbeiten vergleichsweise im Schneckentempo, sichten massenweise Daten mit Such-Robotern, die das Web nach Neuigkeiten durchkämmen. Selbst die Nachrichtenrubrik Google News und die Blogsuche werden nur alle 15 Minuten aktualisiert.
Von den Tweets können die Suchmaschinen doppelt profitieren. Die persönlichen Kommentare der Nutzer geben den Lesern das Gefühl, dabei zu sein. Und wenn viele Twitterer eine Seite empfehlen, wird deutlich, was gerade im Web angesagt ist.
Allerdings dürften die Millionen von Tweets und Statusmeldungen selbst den Giganten Google vor technische Herausforderungen stellen. Denn Tweets wie "Whooo, earthquake in Northern Cali!" dürften Nutzer wenig wertvolle Informationen bieten - außer, dass dort die Erde bebt.
Dorothee Monreal
/ Mit Material der dpa