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Dienstag, 12.01.2010 11:46

Twitter: Schüler bastelt Web 2.0-Wetterkarte

aus dem Bereich Sonstiges
Leise rieselt der Schnee – oder weht uns wie wildgewordene Zuckerwatte um die Ohren. Tief Daisy sorgte am Wochenende vielerorts für meterhohe Schneeverwehungen. In anderen Ecken tat sich hingegen wenig. Nur eine Handvoll harmloser Flöckchen schwebte verschämt zu Boden.

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Weiße Flecken versinken im Schnee

Licht ins Schneetreiben will Schüler Merten Peetz aus Eckernförde mit seiner twittergesteuerten Schneekarte bringen. Der 19jährige sammelt auf seiner Web-2.0-Wetterkarte automatisch Tweets, die das Wort "schneit" enthalten und mit einem Ortsverweis (Geotag) in Deutschland versehen sind. Besucher der Webseite können die Tweets anwählen und mit einem Schalter in die Kategorien "Schnee", "wenig Schnee" und "kein Schnee" einteilen. Ein Klick auf "Karte aktualisieren" zeigt dann, wo eher Moonboots als Flipflops angesagt sind: Die dunklen Kartenbereiche hat die weiße Pracht verschont, in den weißen leistet sie ganze Arbeit.

"Auf die Idee bin ich bei der Medienberichterstattung über das Sturmtief 'Daisy' gekommen", erzählt der Nachwuchs-Programmierer gegenüber onlinekosten.de. "Ich dachte mir, dass sich die aktuelle Wetterlage an den Tweets ablesen lassen muss." Und vielleicht stellt sich heraus, dass sich mittels Twitter-Querschnitt realistische Ergebnisse ermitteln lassen. Wenn nicht, bleibt die Schnee-App zumindest eins: Ein netter Spaß für Tweet-Fans.

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Schneekarte TwittSnow: Weiße Bereiche versinken im Schnee, dunkle sehen höchstens ein paar Flocken. Bild: onlinekosten.de
Dass Kurznachrichtendienste wie Twitter die Spaßecke verlassen und sich zu einem ernstzunehmenden Medium gemausert haben, dämmert offenbar auch den Suchmaschinen-Betreibern. Google und Bing integrieren seit kurzem Tweets in ihre US-Seiten, die sie via Standleitung in Echtzeit von Kurznachrichtendiensten wie Twitter und Co. beziehen.

Twitter hofft auf Geldquelle

Und der Erfolg stellt sich auch schon ein: Als am Wochenende im kalifornischen Eureka die Erde bebte, machte die Nachricht zuerst bei Twitter die Runde. Google und Bing profitierten – denn binnen weniger Minuten tauchte der Vorfall auch in den Suchmaschinen auf. Doch profitieren dürfte auch Twitter: Schließlich eröffnet das Interesse der Internet- Riesen dem Startup eine potentielle Einnahmequelle.
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