Montag, 11.01.2010 19:31

Telekom plant 2010 bis zu 3.500 Neueinstellungen

aus dem Bereich Sonstiges
Die Deutsche Telekom befindet sich mitten im Umbruch. In diesem Jahr verschmelzen T-Home und T-Mobile, die Telekom treibt den Personalumbau voran. Doch trotz geplanter weiterer Einschnitte beim Personal: Es gibt auch einen Hoffnungsschimmer. Für 2010 plant der Bonner Konzern trotz der Wirtschaftskrise bis zu 3.500 Neueinstellungen.

Großteil der Jobs für internen Nachwuchs

Dabei machen die rund 1.400 geplanten neuen Jobs für Hochschulabsolventen sowie Experten mit Berufserfahrung einen Anteil von 40 Prozent an allen in diesem Jahr neu zu errichtenden Stellen aus. Der Rest der übrigen 2.100 Stellen werde intern mit Telekom-eigenen Nachwuchskräften besetzt werden. Derzeit studierten 650 junge Menschen bei der Telekom in einem dualen Studiengang in elf Studienrichtungen mit hohem Praxisbezug. Auch 2010 würden wieder 400 Studienplätze angeboten. "Die Förderung unserer jungen hausgemachten Talente ist das Schlüsselthema für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Mein Rat an andere Unternehmen: Wer ernten will, muss auch säen, auch in schwierigen Zeiten", so Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der neuen Stellenangebote innerhalb des Telekom-Konzern stabil geblieben.

Zusätzlich starte im Herbst die Berufsausbildung für rund 3.300 Auszubildende in elf Berufen. Die Telekom bleibe damit nach eigenen Angaben einer der größten Ausbildungsbetriebe Deutschlands. "Trotz Wirtschaftskrise werden wir antizyklisch die Altersstruktur der Telekom weiter ausbalancieren, neues Know-how ins Unternehmen holen und unser Biotop für Talente vergrößern", so Personalvorstand Sattelberger. Dies sei gerade auch wegen des sich abzeichnenden Fachkräftemangels von Bedeutung.

Förderprogramme und Ausweitung der dualen Studienplätze


Die Deutsche Telekom ist auch 2010 wieder einer der größten Ausbilder. Screenshot: onlinekosten.de
Gute Chancen auf eine Einstellung hätten derzeit Softwareentwickler, Betriebswirte, Produktmanager, Business Analysten und IT-Architekten. Zudem soll der Kundenservice mit professionellen Kräften besetzt werden. Bis zu 50 Plätze böte außerdem das Nachwuchs-Programm "Start up!". Die Telekom fördere damit in Bereichen wie Strategie, IT, Finanz- und Personalbereich entsprechend vielversprechende junge Mitarbeiter. Ende des vergangenen Jahres wurde auch das Programm "Bologna@Telekom" gestartet, dass Förderperspektiven für Mitarbeiter über berufsbegleitende Studiengänge biete. Die derzeit 70 solcher Studienplätze sollen um weitere 200 Plätze aufgestockt werden. "Unternehmen müssen sich beim Thema Bildung handfest einbringen und inhaltlich Einfluss nehmen. Das dürfen wir nicht allein der Politik und den Bildungseinrichtungen überlassen", so Sattelberger.

Obermann: Der Personalumbau geht weiter

Trotz solch positiver Bemühungen hatte Telekom-Chef Obermann Ende November des vergangenen Jahres angekündigt, dass der Personalumbau im Unternehmen weitergehen müsse." In Bereichen, wo die Automation durch die Internet-Technologie immer größer wird, fallen Arbeitsplätze weg", so Obermann. Bei der geplanten Umstellung auf ein auf Internet-Technologie basierendes Netz könnten vor allem etliche Telekom-Techniker überflüssig werden.
Jörg Schamberg
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