Montag, 11.01.2010 08:01

Tablet-PCs als Gefahr für Kindle & Co.

aus den Bereichen Computer, Sonstiges
Ein Ersatz für die Lesegeräte sind die Tablets ­ noch - nicht. Dank sparsamer Technologie hält der Akku der E-Reader tagelang. Die elektronische Tinte unterscheidet sich nur wenig vom bedruckten Papier und schont somit das Auge. Und zumindest die Einstiegsmodelle sind mit 250 bis 300 Euro deutlich billiger.

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Tablets sind leicht bedienbar

Doch die Nachteile der Sofa-Surfbretter schrumpfen im Takt der Gigahertz-Prozessoren. Im Vergleich zu früheren Versionen hat die neue Tablet-Generation ein starkes Rechen-Herz und kinderleicht bedienbare Touch-Displays. Und dank Breitband-Internet laden die Nutzer binnen Sekunden Bücher und Filme herunter. Mit den Preisen halten sich die Hersteller noch zurück. "Aber die Hardware wird kontinuierlich billiger", sagt der Medienberater Joachim Blum.

Blum sieht Kindle, Txtr und Co. daher in der Nische feststecken: "In einer Übergangszeit wird es noch reine Lesegeräte geben. Ich glaube aber, dass sie langfristig mit anderen Geräten verschmelzen." Nur als Billigteil für Lesepuristen werde der reine E-Reader noch eine Zukunft haben. Den Kompaktcomputern gehöre die Zukunft.

E-Book-Reader künftig nur noch billige Einstiegsgeräte

Rüdiger Spies pflichtet bei: "E-Reader in der heutigen Form sind ein vorübergehendes Phänomen, wie früher die PDAs." Die digitalen Assistenten waren in den 90er Jahren höchst populär ­ bis die Handys ihre Funktion übernahmen und den Markt pulverisierten. Allenfalls als billiges Einstiegsgerät könnten die E-Reader in ein paar Jahren noch attraktiv sein. Die Gerätehersteller sehen das naturgemäß anders. Sie führen nicht nur den niedrigeren Preis, sondern auch ein angenehmeres Lesegefühl ins Feld.

Zwei große Gewinner dieser Entwicklung zeichnen sich jetzt schon ab: Apple und Amazon. Apple, inzwischen der weltgrößte Musikverkäufer, hat mit mit seinem iTunes Store eine boomende Vertriebsplattform für digitale Inhalte. Und Amazon bemüht sich, seinen großen Bücherfundus auch auf anderen Geräten als dem Kindle anzubieten - etwa mit spezieller Software für PC und iPhone. Sollten Lesegeräte einmal verschwinden - der Handelsriese würde es, anders als die reinen Hardware-Anbieter, locker verschmerzen.
Jörg Schamberg / dpa
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    Zuletzt kommentiert von Skorsh am 11.01.2010 um 15:20 Uhr
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