Die Diskussion um die von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF sowie Politikern geplante Reform der Rundfunkgebühren (GEZ) erregt weiterhin die Gemüter. Onlinekosten.de hatte bereits Anfang Dezember über Pläne berichtet, dass bald die
volle GEZ-Gebühr für PC- und Handy-Nutzer drohe. Die Online-Ausgabe der "Bild"-Zeitung facht den ohnehin schon großen
Unmut der GEZ-Zahler mit einem aktuellen Bericht weiter an.
Volle Rundfunkgebühr für Handy und PC ab 2013?
Die Zeitung rechnet vor, was demnächst auf
Computer- und
Handy-Nutzer ohne eigene TV-Geräte zukommen könnte. Bislang fällt nur für die Nutzung von Fernsehgeräten die volle GEZ-Gebühr in Höhe von monatlich 17,98 Euro an. Ist im Haushalt nur ein Radio, ein Mobiltelefon oder ein Computer vorhanden, so stellt die Gebühreneinzugszentrale lediglich eine reduzierte Monatsgebühr in Höhe von 5,76 Euro in Rechnung.
GEZ-Gebühr auch für erwachsene Kinder im Elternhaushalt
Aktuelle GEZ-Kampagne.
Screenshot: onlinekosten.de
Ab 2013 soll damit nach aktuellem Stand der Planungen Schluss sein und bei Besitz eines dieser Geräte bereits die volle Rundfunkgebühr anfallen. Selbst wenn in einer Ferien- oder Zweitwohnung ein PC vorhanden sei, müssen dafür zusätzlich 216 Euro im Jahr aufgebracht werden. Erwachsene Kinder, die noch im Haushalt der Eltern leben, würden auch zur Kasse gebeten: Besitzen sie ein Handy, zahlen sie dafür ebenfalls jährlich 216 Euro GEZ-Gebühren.
Zudem wäre es dann Sache der GEZ-Zahler nachzuweisen, dass sie keine für den Rundfunkempfang fähigen Geräte nutzten: Die Beweislast würde damit laut einem Entwurf für den ab 2013 geplanten neuen Staatsvertrag umgedreht und von der GEZ auf die Bürger verlagert.