Der angeschlagene Mobiltelefon-Hersteller Palm setzt sein Comeback-Versuch mit einem verbesserten Modell seines Smartphones
Pre (Test) fort. Palm-Chef Jon Rubinstein präsentierte am Donnerstag (Ortszeit) auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas den "Palm Pre Plus", der im Vergleich zum Vorgängermodell nun über einen doppelt so großen Speicher (16 Gigabyte) verfügt. Gleichzeitig präsentierte Palm eine neue Plattform, mit der Entwickler auch komplexere Anwendungen ("Apps") wie Computerspiele für das Smartphone schreiben können.
Neuer Pre unterstützt Flash
Auf der Pressekonferenz in Las Vegas trat unter anderen der Spiele-Spezialist Electronic Arts auf, der das Spiel "Sims 3" für den Palm Pre demonstrierte. Mit der neuen Plattform ("Plug-in Development Kit") könnte Palm den Abstand zum
iPhone von Apple verringern, denn bislang konnten Entwickler für den Palm Pre nur Anwendungen auf der Basis von Web-Standards Programme schreiben. Für grafisch aufwändige Apps reicht diese Programmiermethode aber nicht aus. Im Gegensatz zum iPhone soll der neue Palm Pre, der ab dem 25. Januar angeboten wird, auch die Flash-Technologie von Adobe unterstützen, die im Web für interaktive Anwendungen und als Video-Player verwendet wird.
Künftig auch in Frankreich
Palm hatte den ersten Pre vor einem Jahr auf der CES angekündigt und im Sommer 2009 zusammen mit
o2 auch nach Deutschland gebracht. Künftig soll das Smartphone auch in Frankreich bei der
Vodafone-Tochter SFR verkauft werden. Bislang wird der Palm Pre in den USA, Großbritannien, Irland, Spanien, Mexiko und Deutschland angeboten. Die Sprechzeit des neuen Geräts liegt bei bis zu 5,5 Stunden, die Bereitschaftszeit nach Herstellerangaben bei rund 14 Tagen.
Aktualisierte Palm-Smartphones: Pre Plus (links) und Pixi Plus. Bilder: Palm
Ebenfalls neu: Palm Pixi Plus
Ebenfalls ab dem 25. Januar wird in den USA das Nachfolgemodell des in Deutschland bisher nicht erhältlichen
Palm Pixi angeboten. Das Palm Pixi Plus wird anders als sein Vorgänger mit einer WLAN-Schnittstelle ausgestattet sein. Der Speicher bleibt mit acht Gigabyte allerdings identisch. Unklar ist, ob es das neue Pixi-Modell auf den europäischen Markt schaffen wird.