Selten hat wohl eine Smartphone-Applikation für soviel Aufregung gesorgt wie die
Tagesschau-App, die Kai Gniffke, Chefredakteur der Tagesschau, vor rund einer Woche gegenüber der dpa ankündigte. Es hagelte
Kritik von allen Seiten – jetzt meldet sich Kai Gniffke erneut zu Wort.
Alte Inhalte auf neuen Wegen
Zur Klärung der Situation führt er die Pläne der ARD im Weblog der Tagesschau detaillierter aus: Über die kostenlose App sollen "ausschließlich die bereits vorhandenen Inhalte (!!!) unserer Fernsehnachrichtensendungen und von tagesschau.de" angeboten werden. Um den Content auf dem
Handy besser nutzen zu können, wird die Navigation angepasst. Je nach Medienkonsum stellt die ARD die Tagesschau als Livestream oder Podcast bereit, hinzu kommen die üblichen
Web 2.0-Funktionen wie Möglichkeiten für Bewertungen und Kommentare.
Wie aus seinem
Blog-Eintrag hervorgeht, hätte er nicht mit einer solchen Resonanz auf die Ankündigung der
iPhone-Applikation gerechnet. Insbesondere den
Springer-Konzern hebt der Chefredakteur aus der Masse der Kritiker heraus. In der Bild-Zeitung stellt der Verlag gerade das komplette Gebührensystem der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Frage. Bemängelt wird das kostenlose Angebot, Apps der "Bild" und "Welt kompakt" sind hingegen kostenpflichtig.