Das Buchprojekt von Google erhält kräftigen Gegenwind von Verlegern und Autoren. Im September
verschob ein New Yorker Gericht auf deren Antrag eine für Oktober angesetzte Anhörung auf unbestimmte Zeit. Gegenstand war das Vorhaben von Google - im Rahmen eines vorherigen Abkommens mit den US-Autorenverbänden - gegen eine Zahlung von
125 Millionen US-Dollar Millionen von Büchern rechtmäßig einzuscannen. Jetzt wird Google in China verklagt.
Autorin fordert Entschädigung
Die chinesische Autorin Mian Mian reichte einem Bericht der BBC zufolge im Oktober die Klage ein und strebt die Zahlung von 61.000 Yuan (etwa 6.200 Euro) als Entschädigung sowie eine öffentliche Entschuldigung an. Google hatte eines ihrer Bücher,
Acid House, eingescannt und in die Online-Bibliothek aufgenommen.
Google gab daraufhin an, das Buch direkt gelöscht zu haben, als das Unternehmen von der Klage erfahren hatte. Laut BBC seien auch andere Autoren in China wenig begeistert von Googles Buchprojekt. Die
China Written Works Copyright Society würde sich ebenfalls nach einer Möglichkeit zur Kompensation umsehen.
Das Buchprojekt von Google. Screenshot: onlinekosten.de
In Peking hat es dem Bericht zufolge am Dienstag eine zweistündige Anhörung gegeben. Das Gericht forderte beide Parteien zu einem Gespräch auf, nannte aber keine Deadline für die Rückmeldung. Die Vereinbarung für die USA soll laut "ZDnet Asia"
im Februar erneut geprüft werden.