Der japanische Elektronikkonzern Toshiba will Reisende in und aus dem Fernen Osten bei der Verständigung unterstützen und entwickelt dazu eine Übersetzungs-Software für Mobiltelefone. Die Anwendung ist eine abgespeckte Version einer dreisprachigen
PC-Anwendung, die Toshiba bereits in Japan verkauft.
Englisch, Japanisch, Chinesisch
Wie das Magazin "PC World" berichtet, hat das Unternehmen die Software mit Spracherkennung und -synthese für Englisch, Japanisch und Chinesisch zum Einsatz auf
Handys optimiert. Dabei greift sie nicht wie andere Anwendungen bei der Verarbeitung auf einen leistungsfähigeren
Server über das
Internet zurück, sondern arbeitet ausschließlich auf dem Handy. Das sei schneller und erspare zudem kostspielige Roaming-Gebühren für den Datentransfer im Ausland.
Zunächst bestimmt die Spracherkennung, in welcher Sprache und welcher Inhalt gesprochen wird. Danach kommt entweder eine statistische oder eine Regel-basierte Übersetzungsmethode zum Einsatz. Während die statistische Übersetzung durch Wahrscheinlichkeiten und die Reihenfolge der Worte den Bau eines Satzes bestimmt, greift die Regel-basierte Methode auf eine Datenbank mit Hunderten von Sätzen und Phrasen zurück, um den Sinn zu erschließen. Die PC-Software nutzt beide Methoden gleichzeitig, aufgrund der geringeren Rechenleistung wird beim Handy abhängig von der Sprache jeweils nur eine eingesetzt.
Zunächst Windows Mobile
In Tests habe die Software gut funktioniert, obwohl die Spracherkennung die typischen Probleme bei der Identifizierung verschiedener Wörter hatte. Dies verursachte dann natürlich entsprechende Fehler bei der Übersetzung. Toshiba hat die Anwendung auf dem hauseigenen Smartphone
TG01 vorgeführt, das über einen starken 1-Gigahertz Qualcomm-
Prozessor verfügt und mit dem
Betriebssystem Windows Mobile arbeitet. Modifikationen der Software für Android oder
iPhone seien laut "PC World" in Planung.