Das
mobile Internet hat sich durchgesetzt,
mobile Datentarife sind inzwischen erschwinglich geworden. Alle Mobilfunknetzbetreiber und diverse
Discounter bieten entsprechende Pakete zum mobilen
Surfen per
UMTS und
HSDPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an. Nur
E-Plus hinkt bislang bei der Bandbreite weitestgehend hinterher. Das soll sich schon bald ändern.
Beschleunigter HSPA-Ausbau
Die E-Plus-Muttergesellschaft KPN hat sich zur Aufrüstung der Netze von KPN in Belgien sowie von E-Plus in Deutschland für den chinesischen Netzwerkausrüster ZTE entschieden. In den nächsten Jahren soll moderne 3G-Ausrüstung für die weitere Expansion und das Upgrade der UMTS-Netze geliefert werden. Mit Hilfe der Chinesen will KPN den beschleunigten Ausbau seiner Datennetze zu bedeutend niedrigeren Kosten erreichen.
Dieser Ansatz entspreche nach Unternehmensangaben der Strategie von KPN Mobile zum Ausbau seiner internationalen Netzinfrastruktur. "ZTE ist ein Herausforderer im europäischen Markt und passt als solcher sehr gut zur
Herausforderer-Strategie von E-Plus", so E-Plus-Chef Thorsten Dirks. Aktuell ermöglicht das Netz des drittgrößten deutschen Mobilfunknetzbetreibers 90 Prozent der deutschen Bevölkerung mobiles Surfen auf Basis von
EDGE und UMTS.
E-Plus: "Großflächigerer Ausbau"
Das aufgerüstete E-Plus-Netz soll dank der Technik von ZTE Bandbreiten von bis zu 21,6 Mbit/s bieten können. Konkrete Details dazu, wann und in welchen Städten der Roll-Out erfolgen wird, wollte E-Plus auf Anfrage noch nicht verraten. In einem ersten Schritt sei der Vertrag unterschrieben worden, mit den genauen Ausbauplanungen wolle man sich in der E-Plus-Gruppe ab Januar beschäftigten. Man könne aber davon ausgehen, dass ein "großflächigerer Ausbau" mit HSPA-Technik erfolge, so ein Unternehmenssprecher.
Die Konkurrenz ist unterdessen schon einen Schritt weiter.
O2 hat beispielsweise schon im November in Teilen von München
HSPA+ mit Bandbreiten von bis zu 28 Mbit/s gestartet.