Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust hält den
Vorwurf der "Wettbewerbsverzerrung" durch die Axel Springer AG und die Zeitungsverleger in Bezug auf die
kostenlose iPhone-App der Tagesschau für völlig unverständlich.
Kritik zurückgewiesen
Er sagte am Dienstag: "Bereits seit Jahren sind im absoluten Einklang mit der Mediengesetzgebung die Inhalte von tagesschau.de auch auf
Handys oder Smartphones mobil verfügbar. Warum dies nun mit einer simplen Software zur Wahrnehmung des Angebots von tagesschau.de auf dem
iPhone nicht möglich sein soll, verstehe wer will." Die ARD halte die Regeln des entsprechenden Staatsvertrages vollständig ein.
Boudgoust fügte hinzu: "Offensichtlich geht es den Kritikern nicht um die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen, sondern darum, uns von den Entwicklungen im Netz abzukoppeln." Der Axel Springer Verlag hatte erst kürzlich eigene
Apps von "Welt kompakt" und "Bild" vorgestellt. Die sind im Gegensatz zu jener der Tagesschau nicht kostenlos nutzbar.
Hayo Lücke
/ Mit Material der dpa