Festnetzanbietern stehen ungemütliche Zeiten ins Haus: Fast drei Viertel der Kunden in Deutschland sind unzufrieden mit ihrem derzeitigen Betreiber und rund die Hälfte denkt über einen Wechsel nach.
29 Prozent wollen wechseln
Laut einer aktuellen Studie der Beratungsfirma Bestence sind 73 Prozent der Verbraucher von ihrem derzeitigen
Festnetz-Provider enttäuscht. Ganze 29 Prozent wollen ihren Anbieter deshalb in absehbarer Zeit wechseln, weitere 51 Prozent sind diesbezüglich noch unentschlossen. Von den Wechselwilligen wollen wiederum 76 Prozent bis nächstes Jahr einen neuen Vertrag abschließen.
Die Ursachen für die Unzufriedenheit sind laut der Untersuchung, bei der Mehrfachnennungen erwünscht waren, sowohl die Preispolitik als auch die schlechte Servicequalität. 60 Prozent der Verbraucher seien demnach der Meinung, dass die Preise zu hoch sind - mehr als ein Drittel (34 Prozent) hinterfrage derzeitig das Preis-Leistungsverhältnis kritischer. Im Bereich der Servicequalität bemängeln 47 Prozent der Kunden, dass ein Problem bei wechselnden Ansprechpartnern mehrmals neu erklärt werden müsse. Zudem beklagten sie lange Wartezeiten im Servicecenter, lange Bearbeitungszeiten sowie zu geringe Kompetenz der Kundendienstmitarbeiter.
Wechsel binnen eines Werktages wichtig
Auf eine breite Zustimmung bei den Verbrauchern stößt laut Bestence das neue
EU-Gesetz zur Stärkung der Rechte von Telefonkunden. So wollen 91 Prozent der Befragten ihre
alte Rufnummer behalten, was das neue Gesetz ermöglicht. Die neuen Vorschriften auf europäischer Ebene schreiben ebenfalls vor, dass der Wechsel eines Festnetzanbieters binnen eines Werktages möglich sein muss, was für 53 Prozent der Verbraucher sehr wichtig bis wichtig ist.
Für die Studie sind 300 Verbraucher vom Beratungs- und Softwarehaus Bestence befragt worden.