Nutzer des Kurznachrichtendienstes
Twitter kennen das Prinzip bereits seit langem: Statt einer normalen Webadresse im Format
http://www.onlinekosten.de kommen für Links ausschließlich sogenannte Kurz-
URLs zum Einsatz - etwa
http://bit.ly/Hsqjl . So lässt sich auf dem 140-Zeichen-Kanal wertvoller Platz für die eigenen Mitteilungen sparen. Derzeit führend auf diesem Gebiet ist der Dienst
bit.ly. Wie so oft bei erfolgreichen Konzepten, werden aber bald auch andere Branchengrößen darauf aufmerksam – in diesem Fall
Facebook und Google. Beide Unternehmen bieten nun eigene Verkürzungsdienste an.
Bit.ly erweitert allerdings zeitgleich sein Angebot und startet mit
bit.ly Pro ebenfalls neue Serviceleistungen.
Neue Dienste: goo.gl und fb.me
Googles URL-Verkürzer trägt den Namen
goo.gl und soll vorerst ausschließlich in Produkten des Suchmaschinengiganten zu finden sein – ein Webinterface wie bei bit.ly existiert daher nicht. Seine Premiere feiert
goo.gl in den neuen Versionen der "Google Toolbar" und dem RSS-Tool "Feedburner". Der Dienst soll nicht nur schnell und stabil, sondern auch besonders sicher sein. So wird jede Kurz-URL von Google automatisch auf gefährliche Websites gecheckt. Sollte
goo.gl Anklang bei den Nutzern finden, würde das Angebot eventuell erweitert, so der Google Blog. Bei Facebook heißt der Adress-Komprimierer
fb.me und dient zur automatischen Kürzung von URLs, die auf mobilen Endgeräten ausgeliefert werden. Aber auch am PC lässt sich damit ab sofort jede Internetseite des sozialen Netzwerks ersatzweise aufrufen: statt
www.facebook.com/seite heißt die Adresse dann einfach
www.fb.me/seite.
Google hat seine Toolbar mit dem URL-Verkürzer goo.gl ausgerüstet. Bild: Google
bit.ly testet neue Pro-Version
Bit.ly setzt derweil auf seinen Erfahrungsvorsprung und bietet mit
bit.ly Pro neue Zusatzdienste an: Kurz-
Domains und ein neues Dashboard zur Traffic-Analyse in Echtzeit bereichern das Angebot des Marktführers. Da sich die Pro-Version allerdings noch in der Beta-Phase befindet, steht sie nur einigen ausgewählten Unternehmen, Blogs und Mediensites zur Verfügung – darunter AOL, Bing, TechCrunch oder die "New York Times". Die Testkandidaten erhalten jeweils eine eigene Kurz-Domain, so etwa
nyti.ms ("New York Times"). Zudem dürfen sie das neue Dashboard für Webseitenbetreiber zur Echtzeit-Analyse des Nutzerverhaltens ausgiebig unter die Lupe nehmen. Damit lassen Details über den via
bit.ly erzeugten Traffic nachvollziehen. Die neuen Funktionen sind zwar kostenlos, lassen aber eine zukünftiges Bezahlmodell bei
bit.ly vermuten.
Das neue Dashboard liefert umfangreiche Informationen zum Transfer über bit.ly. Bild: bit.ly