Montag, 21.12.2009 08:01

Interview: Free-Hotspot.com hat viel vor

aus dem Bereich Sonstiges
Von Hayo Lücke
Kostenlos über WLAN-Hotspots auf das Internet zugreifen? Das ist nicht nur in immer mehr Hotels möglich, sondern zunehmend auch in Cafés und an anderen öffentlichen Plätzen. In Europa möchte künftig auch die Anacapa Holdings Ltd., Betreiber von free-hotspot.com, für Aufsehen sorgen. Unsere Redaktion hat sich mit Karl Huber, Vertriebsleiter für Zentral- und Ost-Europa bei free-hotspot.com über das bereits Erreichte und die künftigen Projekte unterhalten. Er ist seit gut zwei Jahren für den Hotspot-Betreiber tätig und arbeitete zuvor für namhafte Unternehmen wie TeleNor, IBM und Orange.

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onlinekosten.de: Herr Huber, vier Jahre ist es her, seit free-hotspot.com den Startschuss für ein kostenloses WLAN-Netzwerk in Europa gegeben hat. Wie hat sich die Zahl der kostenlos nutzbaren Hotspots seitdem entwickelt?

Karl Huber: Wir sind mit der Entwicklung zufrieden. Das sollten wir bei einem jährlichen Wachstum von 200 Prozent auch sein. Wir betreiben derzeit 4.500 Hotspots in ganz Europa und befinden uns mit vielen renommierten Unternehmen in Verhandlungen.

onlinekosten.de: Die Vermarktung in Deutschland scheint noch Schwierigkeiten zu bereiten. In Köln sind derzeit zum Beispiel nur vier Free-Hotspots zu finden. Woran hakt es?

Huber: Es liegt an der Tatsache, dass WLAN in Europa über Jahre ausschließlich als Bezahldienst verstanden und vertrieben wurde. Wir waren die Ersten in Europa, die damit begonnen haben, diesen Dienst in einen Service zu verwandeln und dem Endkunden kostenfrei anzubieten. Zum einen dauert es Zeit, alte Gewohnheiten zu ändern, zum anderen sind viele Unternehmen vertraglich gebunden. Aber wir arbeiten hart daran, das zu ändern.


Hotspot-Nutzer weltweit. Bild: free-hotspot.com

onlinekosten.de: Sie adressieren mit ihrem Angebot vor allem Gewerbetreibende. Warum sollte sich ein Bar- oder Hotel-Betreiber bei free-hotspot.com anmelden? Es würde doch auch reichen, ein nicht passwort-geschütztes WLAN-Netzwerk bereitzustellen, um den eigenen Kunden einen kostenlosen Internet-Zugang anzubieten.

Huber: Dafür gibt es reichlich Gründe. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um explizit einen Grund hervorzuheben: die Vorratsdatenspeicherung. 2006 haben sich alle 26 EU-Staaten verpflichtet, ein Vorratsdatenspeicherungsgesetz umzusetzen. Wir erfüllen alle gesetzlichen Vorgaben des jeweiligen Landesgesetzes und natürlich die Parameter der Vorratsdatenspeicherung.

Ein weiterer Grund ist die Sicherheit der Unternehmen. Der Verlust von bestimmten Daten kann in Deutschland empfindliche Strafen nach sich ziehen. Dazu kommen noch die zahlreichen Möglichkeiten der Eigenwerbung oder Vermarktung über unser Netzwerk. Free-hotspot.com ist Spezialist im Bereich WLAN, e-commerce und e-marketing. Weshalb etwas selbst machen, wenn ich für einen sehr, sehr geringen Betrag gefahrlos, rechtskonform Networking betreiben kann?
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