Donnerstag, 03.12.2009 12:56

Folgen des Xbox-Live-Ban: Microsoft nimmt Stellung

aus dem Bereich Computer
Von Christian Wolf
Vor wenigen Wochen schlug der jüngste Xbox-Live-Ban modifizierter Xbox 360-Konsolen hohe Wellen. Bis zu eine Million Raubkopierer weltweit wurden Schätzungen zufolge von Microsoft per Zwangsupdate für den Dienst gesperrt und von Online-Spielen dauerhaft ausgeschlossen. Mittlerweile dementierte Microsoft-Manager Marc Whitten diese Zahl zwar, allerdings bleibt das Ausmaß der Aktion weiter unklar. Kurz nach Bekanntwerden häuften sich die Stimmen von Nutzern, die von weiteren Einschränkungen auf ihren Konsolen berichteten - darunter auch einige Leser von onlinekosten.de. Demnach sei seit dem Live-Ban auch das Starten oder Installieren von Spielen auf der Xbox-Festplatte nicht mehr möglich (HDD-Lock). Zudem könne die Xbox 360 nicht mehr als "Media Center Extender" genutzt werden, um etwa Filme über das Netzwerk wiederzugeben. Unsere Redaktion hat Microsoft Deutschland mit den Vorwürfen konfrontiert.

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Sicherheit gewährleisten

In einer schriftlichen Stellungnahme teilte das Unternehmen mit, die durch Umbau modifizierten und hardwareseitig manipulierten Konsolen seien von der Nutzung des Online-Dienstes Xbox Live ausgeschlossen worden, um die Sicherheit des Online-Dienstes und der anderen Spieler zu gewährleisten. "In den Nutzungsbedingungen von Xbox Live ist beschrieben, dass auf den Dienst nur mit nicht modifizierten Konsolen zugegriffen werden darf und kann. Wurde eine Konsole modifiziert, um kopierte Software zu spielen, kann die kopierte Software ebenfalls manipuliert werden und damit das Spielerlebnis der ehrlichen Spieler deutlich einschränken", erklärte der Konzern. Tatsächlich verbieten die deutschen Nutzungsbedingungen von Xbox-Live derlei Veränderungen am Gerät. Warum allerdings offenbar auch die Funktionalität der Konsole abseits des Online-Dienstes eingeschränkt wurde, lässt sich daraus so nicht ableiten.

Xbox-Live 1gegen100
Live-Spiele wie "1gegen100" bleiben Nutzern modifizierter Xbox 360-Konsolen versagt. Bild: Microsoft

Konkretere Aussagen waren Microsoft jedoch nicht zu entlocken. So hieß es lediglich, zu weiteren Funktionseinschränkungen, die sich aus einer Modifikation der Konsole ergäben, könne man keine Angaben machen. Die Funktionalität der Konsole sei durch Microsoft nur gewährleistet, wenn sie nicht vom Nutzer modifiziert wurde. "Wie bei jedem anderen Gerät auch erlöschen bei einer Modifikation durch den Kunden die Herstellergarantie, die Gewährleistungspflicht sowie gegebenenfalls die Gültigkeit der TÜV oder CE Zeichen an der Konsole", so der abschließende Kommentar aus München.

Weiter auf Seite 2: Interessante Details in den Nutzungsbedingungen von Xbox Live
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    Zuletzt kommentiert von Saugfisch am 06.12.2009 um 15:39 Uhr
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