Mittwoch, 02.12.2009 10:46

Skype-Kampagne: Zehn Tage Wüsten-Talk

aus dem Bereich Sonstiges
Die Wüste lebt – und klingelt. Zumindest für zehn Tage. In diesem Zeitraum harrt Wüstenmann Rob Cavazos in der Einöde eine spanischen Wüste aus. Statt eines Banjos, wie eines Cowboys würdig, begleiten ihn nur seine treue Gitarre, ein Schlafsack und ein Zelt. Dreh- und Angelpunkt seines Daseins: ein einsames Wüstentelefon und fünf Quadratmeter Bewegungsfreiheit. Aber als Schauspieler muss man manches ertragen können. Da ist eine Werbekampagne in der Einsamkeit der spanischen Wüste wohl nur ein Pappenstiel.

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Anrufe aus 26 Ländern

Cavazos hat das Casting für Skypes Werbeprojekt gewonnen und spielt ab sofort die Hauptrolle in dem Monolog "Wilderness Man". Als Bühne fungiert eine Wüste in Südspanien, wo die britische Werbeagentur Viral Factory eigens eine Telefonzelle für die Performance installiert hat. Dort sollen nun möglichst viele Skype-Nutzer anrufen – was sie auch tun. Am frühen Abend hatte Cavazos nach eigener Aussage bereits Anrufe aus 26 Ländern, darunter viele aus Deutschland. Er kommt kaum dazu, die Gitarre zu stimmen.

Die VoiP-Firma Skype will beweisen, dass Gespräche über Skype ins ausländische Festnetz sehr günstig sein können. Denn nur an diesen verdient der Provider Geld. Die Skype-Fans hingegen nutzen die Software in erster Linie, um von Computer zu Computer zu kommunizieren. Dumm gelaufen – denn damit bleibt die Kasse des Anbieters leer.

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Der VoIP-Pionier am Arbeitsplatz. Bild: onlinekosten.de
Das soll nun dank des "Wilderness-Man" anders werden. Der 27jährige Halbdeutsche spricht Englisch, Deutsch und Spanisch und kann bei Bedarf auch diverse Akzente wie schottisch oder irisch simulieren.

Außerdem wartet nach Agenturangaben noch eine "unglaubliche Überraschung" auf den Performer und die Voyeur-Gemeinde im Internet. Wie sie aussehen soll, wird noch streng geheim gehalten.

Auf der offiziellen Phonebox-Website kann man den sportbegeisterten Wüstenmann via Webcam beobachten und natürlich anrufen. Gespräche aus Deutschland kosten rund 2 Cent die Minute.
Dorothee Monreal
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