Montag, 30.11.2009 15:17

Vier neue Astra-Satelliten bestellt

aus dem Bereich Sonstiges
Der Satellitenbetreiber SES hat beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS vier neue Satelliten bestellt. Das Auftragsvolumen liege bei mehr als einer halben Milliarde Euro, teilten die EADS-Raumfahrttochter Astrium und das Luxemburger Unternehmen am Montag mit. Die Satelliten dienten vor allem dazu, Großbritannien, Irland und den Markt in Osteuropa besser abzudecken. Außerdem würden im Mittleren Osten und in Afrika neue Kapazitäten geschaffen. Die Telekommunikations-Satelliten für die Übertragung von Fernsehprogrammen, Telefongesprächen und sonstigen Daten sollen zwischen 2012 und 2014 ausgeliefert werden und dann für etwa 15 Jahre in Betrieb bleiben.

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Krise bei Satellitenbauern kaum spürbar

Die weltweite Konjunktur-Krise mache sich im Satelliten-Geschäft bisher kaum bemerkbar, sagte Deutschland-Chef Evert Dudok der Deutschen Presse-Agentur. Astrium werde in diesem Jahr beim Auftragseingang voraussichtlich über den Planungen liegen. "Wir wollen unsere Auftragsbücher füllen und nicht unsere Reserven aufzehren." Eine konkrete Prognose für 2009 machte er aber nicht. EADS Astrium hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 4,3 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 234 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Auftragseingang lag bei knapp 3,3 Milliarden Euro.

Stabile Nachfrage von SES und Eutelsat erwartet

Die Nachfrage kommerzieller Anbieter wie SES oder Eutelsat dürfte zumindest stabil bleiben, sagte Dudok. "Derzeit redet keiner über ein rückläufiges Geschäft." Der Bedarf im Telekommunikationsbereich werde in den kommenden Jahren insgesamt auf etwa 25 Satelliten jährlich geschätzt. Dennoch werde Astrium im kommenden Jahr voraussichtlich nicht so viele Aufträge bekommen wie 2009, das mit insgesamt zwölf Bestellungen außergewöhnlich gut gelaufen sei. Im September startete Astrium den ersten Kommunikationssatelliten für die Bundeswehr. Zu erwarten sei 2010 ein durchschnittliches Bestellvolumen von etwa sieben Satelliten.

Bei den Beschäftigten-Zahlen zeige der Trend aber nach oben, sagte Dudok. "Wir gehen davon aus, dass wir weiter leicht wachsen werden." So seien in diesem und im vergangenen Jahr in Deutschland rund 800 neue Mitarbeiter eingestellt worden. Insgesamt seien es damit rund 4.000. Weltweit beschäftigt Astrium 15.000 Menschen.

Die Frage, wer den Zuschlag für das etwa 1,5 Milliarden Euro teure neue Meteorologiesatellitenprojekte Meteosat bekommt, werde sich voraussichtlich im Januar entscheiden, sagte der Manager. "Der Wettbewerb läuft. Im ersten Quartal 2010 werden wir ein endgültiges Ergebnis bekommen." Neben Astrium bewirbt sich auch ein französisch- italienisches Konsortium um den Auftrag.
Jörg Schamberg / dpa
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