Eine Umfrage der E-Plus-Gruppe unter insgesamt 625 Handy- und Smartphone-Nutzern sowie eine Befragung der Scout24-Unternehmensgruppe mit 1.000 Teilnehmern sehen
mobiles Internet auf dem Vormarsch. Entsprechende Datendienste für unterwegs erfreuten sich demnach zunehmender Beliebtheit - wenn der Preis stimmt. Die Surf-Geschwindigkeit spiele hingegen eine untergeordnete Rolle, so die E-Plus-Studie. Ob Zufall oder PR-Coup: Das Ergebnis ist ganz nach dem Geschmack der Düsseldorfer.
E-Plus bietet als einziger deutscher Anbieter lediglich eine maximale
UMTS-Geschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde (kbit/s).
T-Mobile,
Vodafone und
o2 kommen derzeit auf bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).
Mit Smartphone mobil ins Web
Ob Handynavigation, Wettervorhersage oder Informationen rund um den aktuellen Aufenthaltsort – insbesondere die Besitzer der weboptimierten Smartphones nutzen laut der Studie die Online-Angebote auffallend häufig. Rund 90 Prozent der befragten Smartphoner verwenden demnach bereits mobiles Internet. Freunde klassischer Mobiltelefone hingegen zeigen sich in ihrem Internetkonsum weitaus zurückhaltender - lediglich knapp 28 Prozent surfen mobil. Dominant auf der kommunikativen Beliebtheitsskala sind hier weiterhin
SMS und MMS. Auch die Radionutzung unterwegs hat bei Handynutzern überdurchschnittlich viele Anhänger. Insgesamt sind Männer bei der mobilen Internetnutzung doppelt so häufig vertreten wie Frauen; bei den Altersgruppen liegen die 21- bis 50-jährigen vorn.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch die Befragung der Scout24-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Innofact. Hier gaben 51 Prozent der deutschen Internetnutzer an, von unterwegs mit dem Handy oder Smartphone online zu gehen. Männer sind dabei mit 60 Prozent deutlich in der Mehrheit. 29 Prozent von ihnen greifen mehrmals pro Woche auf Online-Dienste zu - bei Frauen sind es lediglich 17 Prozent. Am häufigsten abgerufen werden Nachrichten mit 71 Prozent, gefolgt von Navigationstools mit 59 Prozent und Online-Shopping mit 51 Prozent. Knapp 70 Prozent der befragten Internetnutzer würden zudem für mobile Applikationen - etwa auf dem
iPhone - zahlen, wenn diese einen Mehrwert beinhalten.
Günstiger ist Trumpf
N = 587, Mehrfachnennungen: 1.079, Frage: Wo sehen Sie insgesamt noch Verbesserungsbedarf bei mobilen Datendiensten bzw. Anwendungen? Grafik/Quelle: E-Plus-Studie "Mobile Datendienste 2009"
Ausschließlich Teil der E-Plus-Studie war eine Befragung der Teilnehmer zu ihren Wünschen für die zukünftige Entwicklung mobiler Datendienste: Über 77 Prozent gaben dabei an, entsprechende Angebote sollten zukünftig günstiger werden. Knapp 39 Prozent plädierten für weniger Komplexität bei Mobildiensten sowie rund 31 Prozent für eine bessere Verfügbarkeit und 24,5 Prozent für mehr Sicherheit. Eine höhere Geschwindigkeit spielt demgegenüber offenbar kaum eine Rolle: Lediglich 2,6 Prozent der Nutzer meinten hier Verbesserungsbedarf zu erkennen - darunter mehrheitlich Smartphone-Besitzer.
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