Trotz Wirtschaftskrise brummt das Geschäft mit bezahlten, legalen Downloads in Deutschland. Den neuesten "Top 10"-Hit, ein kurzweiliges Spiel, ein Video oder aktuelle Software-Programme: Per Download findet alles bequem und schnell den Weg auf den heimischen
Computer. Der Hightech-Verband BITKOM verkündete nun - basierend auf einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK - Rekordzahlen für den
boomenden deutschen Download-Markt.
250 Millionen Euro für Downloads
Erstmals zahlten die Bundesbürger in diesem Jahr rund 250 Millionen Euro für Downloads auf ihre PCs, ein Anstieg um 18 Prozent. Die Anzahl der bezahlten Downloads soll bis zum Jahresende auf rund 60 Millionen klettern. Damit wuchs die Zahl der heruntergeladenen, kostenpflichtigen Dateien im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent an.
Auch die Perspektive für das kommende Jahr sieht nach Einschätzung von BITKOM-Vizepräsident Achim Berg gut aus. "Dank vielfältiger Angebote und sinkender Preise rechnen wir für 2010 ebenfalls mit einem starken Wachstum von rund 20 Prozent", so Berg.
Kostenpflichtige Downloads boomen in Deutschland. Grafik: BITKOM
Gesunkene Download-Preise, schnellere Internetzugänge
Ein Grund für den Anstieg der legalen Downloads könnte in gesunkenen Preisen für diese Angebote liegen. Durchschnittlich zahlten deutsche Internetsurfer für einen einzelnen PC-Download im Zeitraum von Januar bis September dieses Jahres 4,10 Euro. Im vergangenen Jahr lag dieser mit 4,34 Euro noch etwas darüber. Selbst große Downloads lassen sich dank schneller
Internetzugänge rasch durchführen. Neue Marktchancen würden sich zudem durch die stärkere Nutzung des
mobilen Internets für Anbieter von Multimedia-Inhalten und
Handy-Software bieten.
Der Großteil der Dateien, 64 Prozent der Kunden, wird von Männern heruntergeladen, nur 36 Prozent der Frauen setzen auf den PC-Download als Vertriebsweg. Downloads würden immer häufiger auch von älteren Internetsurfern genutzt. Inzwischen sind 61 Prozent der Downloader über 30 Jahre alt, vier Prozent mehr als im Vorjahr. "Downloads sind längst kein Jugendphänomen mehr", so BITKOM-Vize Berg.