Samstag, 28.11.2009 15:45

Studie: TV bei Jugendlichen weiterhin angesagt

aus dem Bereich Sonstiges
Das Internet verdrängt keineswegs das Fernsehen: Obwohl einige bereits das Ende des klassischen Fernsehens vorhergesagt wird und dessen Ablösung bei Jugendlichen durch Video-Portale, zeigt eine aktuelle Studie ein ausgewogeneres Bild. Der JIM-Studie 2009 zufolge, sehen die 12- bis 19-Jährigen auch im Internet-Zeitalter weiterhin TV.

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Informationsmedium Fernsehen

Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 1998 durchgeführt. Die diesjährige Studie zeige, dass Fernseher und Internet von Jugendlichen in nahezu identischem Umfang genutzt werden. Ihre tägliche Nutzungsdauer für das Fernsehen schätzen sie mit 137 Minuten sogar noch etwas höher ein als die Zeit, die sie im Web verbringen (134 Minuten). Dabei sollen drei Viertel der 12- bis 19-Jährigen einen eigenen Computer, aber nur noch 60 Prozent ein eigenes Fernsehgerät besitzen.

Zudem bleibe das Fernsehen zur Information über das aktuelle Zeitgeschehen, Bundespolitik, Sport und Stars vor dem Internet das Medium der ersten Wahl. "Es zeigt sich, dass Fernsehen und Internet weniger stark in Konkurrenz zueinander stehen, als gemeinhin angenommen wird", so Thomas Langheinrich, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation bei der Vorstellung der Studienergebnisse am Freitag in Mannheim.

Internet ist Kommunikationsmedium

Zwar erfreuten sich Videoportale großer Beliebtheit und würden von zwei Dritteln der Jugendlichen regelmäßig im Internet aufgesucht, nur ein Drittel sehe aber auch häufig Fernsehausschnitte im Web an. Die bevorzugte Informationsquelle beim Thema Musik sei allerdings das Internet. Auch zu Ausbildung und Beruf, Computerspielen, Handy oder persönlichen Problemen werde vor allem online gesucht.

Das Internet bleibe der Studie zufolge für Jugendliche vor allem Kommunikationsmedium. Knapp die Hälfte ihrer Nutzungszeit verbringen sie in sozialen Netzwerken, halten Kontakt über Instant Messenger, schicken E-Mails oder chatten. Dabei habe sich vor allem die Organisation und Darstellung in den Online-Communities im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht.

Die repräsentative JIM-Studie des mpfs bildet das Medienverhalten der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland ab und wird jährlich bei rund 1.200 Jugendlichen durchgeführt.
Michael Posdziech
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