Der Chipkonzern Infineon baut seine
Kooperation mit dem weltgrößten Handy-Hersteller Nokia aus. Die beiden Unternehmen entwickeln gemeinsam Sende- und Empfangseinheiten für den neuen
Mobilfunk-Übertragungsstandard
LTE (Long Term Evolution).
Weitere Kooperationen möglich
Die Bayern und die Finnen wollten als Ergebnis ihrer Zusammenarbeit eine Chip-Plattform anbieten, die sowohl in
Nokia-Handys als auch in Geräten anderer Hersteller funktioniere, sagte eine Infineon-Sprecherin am Mittwoch in Neubiberg bei München. Eine Kooperation mit anderen Unternehmen schließe sich damit aber für keinen der beiden Entwicklungspartner aus. Finanzielle Details nannte Infineon nicht.
Die Infineon-Chips finden sich bislang vor allem in
Mobiltelefonen der Einsteigerklasse, die sich insbesondere in Schwellenländern gut verkaufen. Der neue Übertragungsstandard LTE setzt auf dem heutigen schnellen
UMTS auf und ist die Hoffnung für die Mobilfunk-Branche.
LTE soll 2010 starten
LTE soll Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen - wesentlich mehr als die schnellsten
DSL-Leitungen heute bieten. Das LTE-Netz soll damit Multimedia-Anwendungen auf mobilen Geräten attraktiver machen. Erste Netze sollen im kommenden Jahr starten, bis 2013 soll sich die neue Netzgeneration ausgebreitet haben.