Dienstag, 24.11.2009 12:19

Urteil: Vier Jahre Haft für 64-jährigen Spammer

aus dem Bereich Sonstiges
Der millionenfache Versand unerwünschter Werbebotschaften ist in der Regel ein einträgliches Geschäft. Bereits ein kleiner Prozentsatz positiver Rückmeldungen reicht aus, um hohe Umsätze mit minimalem Aufwand zu generieren. Allerdings führen derlei Aktivitäten schnell in Konflikte mit dem Gesetz - und ins Gefängnis oder zum Insolvenzberater. Innerhalb kurzer Zeit musste nun der zweite langjährige Spammer die rechtlichen Konsequenzen tragen, das berichtet die "Welt".

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Vier Jahre Haft für Aktienspam

Der 64-jährige Alan Ralsky wurde von einem US-Bundesgericht zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt, weil er über mehrere Jahre massenhaft unerwünschte Werbemails versandt hatte und damit Aktienkurse manipulierte. Inhalt der Müll-Mails waren Kaufempfehlungen für billige chinesische Aktien, die Ralsky selbst in großer Stückzahl besaß. Durch die künstlich erzeugte Nachfrage stiegen Wert und Kurs der Papiere rasant nach oben, sodass dieser seine Anteile mit erheblichem Gewinn verkaufen konnte und rund drei Millionen Dollar erwirtschaftete.

Bereits im Oktober 2009 wurde der selbst ernannte Spam-König Sanford Wallace zur Zahlung von 711 Millionen Dollar (480 Millionen Euro) Schadensersatz an Facebook verpflichtet. Wallace hatte die Nutzer des sozialen Netzwerks in erheblichem Ausmaß durch Spam belästigt.

Zumindest im eigenen E-Mail-Postfach lässt sich der elektronische Müll jedoch eingrenzen. Wege aus dem Spam-Dilemma zeigt unser Ratgeber.
Christian Wolf
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