Der Microblogging-Dienst
Twitter hat erst im vergangenen September in einer neuen Finanzierungsrunde
100 Millionen US-Dollar von Investoren erhalten, da werden schon neue Wege der Geldbeschaffung diskutiert. Ganz oben auf der Liste steht dabei der Gang an die Börse.
Eine Milliarde Dollar wert
Auf einer Veranstaltung an der Universität Oxford habe Mitgründer Biz Stone entsprechende Überlegungen bestätigt, so die "Financial Times Deutschland" (FTD) in einem Bericht vom Dienstag. Um die Finanzen zu verbessern, sei ein solcher Schritt nicht ausgeschlossen, wird Stone zitiert. Man wolle eine eigene Firma aufbauen, die lange existiert und wenn dies nur durch einen Börsengang ginge, werde das gemacht. Im kommenden Jahr gehe es aber in erster Linie um den Umsatz.
Twitter gilt als erfolgreiches Startup, obwohl bislang kein Cent Umsatz gemacht wurde. Über 54 Millionen Nutzer sind dort registriert und durch die letzte Finanzspritze wird der Unternehmenswert laut FTD derzeit auf eine Milliarde Dollar taxiert.
Kauf oder Beteiligung
Interesse an dem
Internet-Dienst sollen zwei Schwergewichte der Branche haben: Der Softwarekonzern Microsoft und der Suchmaschinenriese Google werden regelmäßig als potentielle Käufer genannt. Derzeit soll nach Medienberichten aber in beiden Konzernen eher über Beteiligungsmodelle an Twitter diskutiert werden.
Michael Posdziech