Die Zukunft des
mobilen Internets liegt in der
LTE-Technologie. Die großen Netzwerkausstatter und Mobilfunkunternehmen testen derzeit weltweit den LTE-Einsatz in der Praxis. Anfang November hatte etwa
Vodafone einen LTE-Testbetrieb im Sauerland gestartet. Bereits im August hatte Konkurrent
T-Mobile das europaweit größte LTE-Testnetzwerk in Österreich vorgestellt. Ende September ging zudem ein
LTE-Pilotprojekt von Telefónica in Deutschland an den Start. Auch der deutsch-finnische Telekomausrüster Nokia Siemens Network (NSN) und der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics haben jetzt gemeinsame LTE-Komaptiblitätstests erfolgreich abgeschlossen.
Tests im 2100 Megahertz-Band
Beide Unternehmen hatten dabei das Zusammenspiel der NSN-Netzwerktechnik mit einer LTE USB-Datenkarte von LG erprobt. Getestet wurden Datenverbindungen im Frequenzband von 2100 Megahertz im finnischen LTE-Kompetenzzentrum von NSN. In diesem Frequenzbereich sollen in Japan die ersten kommerziellen LTE-Dienste nutzbar sein. Die erfolgreichen Kompatibilitätstests gelten als Grundvoraussetzung für das Betreiben von LTE-Netzwerken, mit denen ab dem kommenden Jahr gerechnet wird.
Ausweitung der Tests auf andere Frequenzbereiche
Als nächster Schritt stehen nun Feldtests mit LTE-Terminals von LG in den LTE-Testnetzwerken im finnischen Espoo sowie in Ulm an. Danach folgen Tests bei Netzwerkbetreibern. In den nächsten Monaten werden die Versuche auch auf andere Frequenzen in den Bereichen um 2600 und 700 Megahertz ausgeweitet.
Für NSN steht viel auf dem Spiel, denn wirtschaftlich hat das Unternehmen schon bessere Zeiten gesehen. Anfang November wurde ein
massiver Stellenabbau bei Nokia Siemens Networks angekündigt und in dieser Woche erhielt
NSN erneut keinen Zuschlag für den insolventen Netzwerkausrüster Nortel.
Jörg Schamberg