Mittwoch, 25.11.2009 09:07

Test: Sony E-Book Reader PRS-600 mit Touchscreen

aus dem Bereich Computer
Bereits vor einigen Jahren versuchte Sony mit seinen MiniDisc- und MP3-Playern ein proprietäres Format zu etablieren: ATRAC. Für E-Books wurde hierzu BbeB entwickelt, das zwar noch von den aktuellen Sony Lesegeräten unterstützt wird, aber dem offenen Standard EPUB gewichen ist. Spezifiziert von der IDPF, soll EPUB digitale Bücher und Publikationen unabhängig von der eingesetzten Hard- und Software verfügbar machen. Verglichen mit PDF-Dokumenten sind EPUB-Inhalte deutlich kleiner. Ein Beispielbuch benötigte als PDF 1,66 MB und als EPUB nur 430 Kilobyte. Neben EPUB und BbeB, die sich auch mit einem Kopierschutz (DRM) versehen lassen, unterstützt der PRS-600 PDFs, TXT-, RTF- und Word-Dokumente, wobei letztere bei der Übertragung in RTF konvertiert werden und eine Installation von Microsoft Word voraussetzen. Da das Display nur acht Graustufen, aber keine Farben anzeigen kann, dienen die vier Bild-Formate (JPEG, GIF, PNG, BMP) eher dem Abbilden von Bücher-Covern.

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Walkman on board

Was hat fast jeder Bahnreisende neben einem Buch noch dabei? Richtig, einen MP3-Player. Diesen können Reader-Besitzer getrost zuhause lassen: eine Musikfunktion ist integriert. Der Sony Reader dudelt MP3- und AAC-Dateien ab – auch während des Lesens. Einen Lautsprecher gibt es nicht. Zur Lautstärke-Einstellung bietet das Gerät eigene Tasten, gespult wird per Touchscreen. Der Sound kann durchaus überzeugen, auf zusätzliche Musik-Features verzichtet Sony, die Basics wie Shuffle müssen genügen.



Erste Schritte

Sony Reader Touch Edition - Display
Die Bildwiedergabe des Sony Readers im
Vergleich mit einem herkömmlichen Buch.
Bild: onlinekosten.de. Zum Vergrößern anklicken.
Nach dem ersten Start muss der Nutzer zunächst eine kurze Touchscreen-Kalibrierung durchführen und anschließend die gewünschte Sprache einstellen. Das Hauptmenü unterteilt sich in große Symbole (siehe Seite 3), die als Lesezeichen direkt zum aktuellen Buch führen sowie alle auf dem Gerät gespeicherten Bücher anzeigen. Unter diesem Punkt fasst der Reader übrigens verschiedene Formate und auch auf Speicherkarten abgelegte Inhalte zusammen – alle werden auf die gleiche Art und Weise angezeigt. Wer mehrere Bücher auf den Reader geladen hat, kann das gewünschte Exemplar wie folgt auffinden: Sony stellt dem Leser eine alphabetische Navigation sortiert nach Titel, Autor oder Datum zur Seite, ermöglicht aber auch eine Ansicht der Cover und eine Suche über die virtuelle Tastatur.


Zusätzlich lassen sich handschriftliche Zeichnungen oder Text-Memos mit einer eingeblendeten QWERTZ-Tastatur anfertigen. Unter dem Menüpunkt mehr verbergen sich Ordner für Audiodateien und Fotos sowie die Einstellungen für das Datum, die Uhrzeit, Energiesparfunktionen und zur Abschaltung der Touch-Funktionalität.
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