Was vor einiger Zeit noch Zukunftsmusik war, breitet sich langsam im Handel aus: E-Book-Reader. Mittlerweile bieten verschiedene Hersteller eigene Geräte an, die die digitalen Bücher auf elektronischem Papier,
E-Ink, sichtbar machen. Unterschiede gibt es bei den unterstützten Formaten, der Kommunikation und natürlich beim Preis. Sony bietet seit Anfang November auf dem deutschen Markt zwei verschiedene Reader für E-Books an. Genau wie der erste
Sony Reader 505 setzt auch der neue wieder auf das freie EPUB-Format, der
Reader Touch Edition kommt aber nun mit einem berührungsempfindlichen Display zur leichteren Bedienung. Unsere Redaktion hat das neue Lesegerät ausprobiert.
Inhalt:
1. Äußerlichkeiten, Rundumschau
2.
Formate, Features und Menü
3.
So schlägt sich der Reader
4.
Bücher, Konkurrenz und Fazit
Sony nennt den Reader auch PRS-600 und hat ihn mit einem sechs Zoll großen E-Ink Vizplex Touchscreen ausgestattet, der mit 800x600 Punkten fast die gesamte Front überzieht. Unter dem Bildschirm sind fünf längliche Tasten mit dezenten Symbolen zu finden und auch sonst präsentiert sich das elektronische Buch, das in silber oder schwarz zu haben ist, schlicht. Optisch ähnelt der PRS-600 einem Buch, mit 286 Gramm wirkt der 121x174 Millimeter (mm) große Reader bezogen auf seine Stärke von lediglich 9,8 mm schwer, dennoch ist er wesentlich bequemer zu tragen als ein oder gar mehrere dicke Wälzer.
Der Sony Reader kommt mit einer Schutztasche (li), bezüglich der Maße ist er sehr kompakt, aber schwerer als ein Taschenbuch (re). Bilder: onlinekosten.de
Wie ein Taschenbuch, nur schwerer
Immerhin passen auch ohne Speicher-Upgrade per MemoryStick DUO- oder SD-
Speicherkarte laut Sony rund 350 Bücher auf das Gerät. Ein Teil des 512 Megabyte (MB) großen internen Speichers ist bereits durch das System und eine Software belegt.
An der rechten Seite ist ein Stift für die Bedienung des Touchscreen eingelassen, natürlich kann man aber auch per Finger navigieren. Im handlichen Karton hat Sony neben dem Reader noch ein kleines Polster-Täschchen zum Transportieren, ein USB-Kabel und eine kurze Anleitung verpackt. Die Anschlüsse hat der Hersteller allesamt auf die Unterseite verfrachtet, auch ein Kopfhörer lässt sich hier einklinken. Zu guter Letzt sitzt dort die Lautstärke-Taste für die Audiowiedergabe (siehe
Seite 2).