Zeit genug sollte für eine
Datensicherung sein: Über die Hälfte der Befragten nutzt ihren Computer über drei Stunden privat pro Tag. Nur ein Drittel schaltet den Computer nach der Benutzung direkt ab, knapp ein Viertel lässt ihn den ganzen Tag laufen und fahren erst nachts runter. Eine Minderheit von rund sechs Prozent verzichtet sogar ganz darauf. Erschreckend: Fast jeder fünfte Nutzer ist so eng mit seinem Notebook verbunden, dass er es zumindest gelegentlich auch auf die Toilette mitnimmt.
23 Prozent sind "Netzwerker"
Anhand der umfangreichen Daten haben die Meinungsforscher zudem acht unterschiedliche Nutzertypen erstellt. Die größte Gruppe bilden dabei die sogenannten "Netzwerker" mit 23 Prozent. Sie nutzen die Technik, um mit anderen in Kontakt zu bleiben und das eigene Leben zu organisieren. Dahinter folgt mit 21 Prozent der "Otto-Normal-User", der den PC pragmatisch im Alltag nutzt. Elf Prozent der Bevölkerung seien den "Technophoben" zuzurechnen, die der Informationstechnik ängstlich gegenüber stehen. Für zehn Prozent sind Computer eine Art Hobby. Diese "Hobbyuser" haben allerdings nur durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Kenntnisse.
Mit jeweils neun Prozent folgen "Ästheten", "Profianwender" und "Multimedialisten". Während erste der Technik positiv gegenüberstehen und großen Wert auf Ergonomie und Design legen, ist der Profi von der Technologie fasziniert und verfügt über Expertenwissen. Die dritte Gruppe nutzt IT als multimediale Entertainment-Zentrale. Schließlich gibt es noch die "Performer" (acht Prozent). Sie sind beruflich stark eingebunden und engagiert und verwenden die Technik intensiv für Job und Freizeit. Die Umfrage zeigte außerdem, dass es sowohl in puncto Ausstattung als auch bei der Nutzung von Computern kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt.
1.200 Internetuser befragt
Für die Onlinebefragung wurden knapp 1.200 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren im Juli und August dieses Jahres untersucht. Anhand der gesammelten Daten wurden die acht Nutzprofile identifiziert und im zweiten Schritt Vertreter der verschiedenen Gruppen detailliert am Telefon befragt. Die Befragung ist repräsentativ für Internetuser in Deutschland.
Michael Posdziech