Vollvernetzt oder eher technophob? Highend-
Notebook oder Uralt-Desktop? Die Meinungsforscher von CN St. Gallen haben im Auftrag des Chipherstellers Intel die Computernutzung in Deutschland untersucht. Unter anderem fanden die Forscher heraus, dass der Wunsch nach mehr Rechnerleistung ungebrochen ist und sich Nutzer vor allem mehr Akkulaufzeit bei Notebooks wünschen. Anhand der gesammelten Daten wurden zudem acht unterschiedliche Nutzprofile erstellt.
86 Prozent besitzen Computer
Laut der für Internetuser repräsentativen Studie gehört der
Computer in Deutschland mittlerweile zur Standardausstattung und wird von 94 Prozent der Befragten täglich privat genutzt. 86 Prozent gaben an, einen eigenen
PC zu besitzen, womit dieses Gerät praktisch gleichauf mit dem
Handy liegt, dem am weitesten verbreiteten technischen Gerät in Deutschland. Etwa zwei Drittel verfügen über ein Laptop.
Netbooks und
Spielkonsolen spielen mit Werten von deutlich unter 20 Prozent bisher eine geringere Rolle.
Beim Kauf eines Neugerätes wurde überraschend der
Arbeitsspeicher als wichtigstes Kriterium genannt, obwohl er relativ unkompliziert und günstig ausgetauscht werden kann. Auf Platz zwei landete der Preis, dicht gefolgt von der Prozessorleistung. Für ein Drittel der Befragten war zudem ein niedriger Stromverbrauch wichtig. In diesem Zusammenhang bemängeln 42 Prozent der Notebook-Nutzern eine zu geringe Akkuleistung. Im Schnitt werde die Laufzeit auf lediglich 79 Minuten geschätzt.
Gut ausgestattet, schlecht informiert
Fast ein Drittel nutzt einen
Internetzugang mit einer Bandbreite von mindestens 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), ein weiteres Drittel mit bis zu sechs Mbit/s. Verbindungen, die weniger als ein Mbit/s bieten, werden nur noch von zwei Prozent der Befragten verwendet. Auch bei der Hardware sind die Deutschen der Umfrage zufolge gut ausgestattet. Etwa ein Drittel der Computer sei maximal ein Jahr alt, Geräte mit einem Alter von über vier Jahren bildeten die Ausnahme.
Gut ausgestattet heißt allerdings nicht auch gut informiert: Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten behauptete, zu wissen, welcher
Prozessor in ihren Geräten zum Einsatz kommt. Ein beachtlicher Teil konnte ihn nicht benennen oder verwechselten ihn mit anderen Komponenten. Insbesondere Desktop-User vernachlässigen außerdem die Sicherung ihrer Daten. 20 Prozent von ihnen sichern ihre Daten nie und weitere 19 Prozent höchstens ein Mal pro Jahr.